Vorsorge und Früherkennung

Zu den Hauptaufgaben der heutigen Medizin gehört nicht nur die Behandlung (kurative Medizin), sondern auch die Früherkennung (präventive Medizin) von Krankheiten. Ein wichtiger Bestandteil der präventiven Medizin bilden die Vorsorgeuntersuchungen. Vorsorgeuntersuchungsmaßnahmen sollen Erkrankungen in einem frühen Stadium erfassen, also wenn sie noch geheilt oder zumindest am Fortschreiten gehindert werden können. Der Gesetzgeber hat die Bedeutung der präventiven Medizin erkannt und dementsprechend im Katalog der Leistungsangebote der  gesetzlichen Krankenversicherungen  aufgenommen. Leider wird dieser außerordentlich bedeutsame Aspekt unserer Gesundheit, nach neusten Studien, nur von ca. 34% der Frauen und 15% der Männer in der Bundesrepublik wahrgenommen!

Insbesondere in der Urologie zählt die Früherkennung und Krebsvorsorge zu den wichtigsten Bausteinen der Krebserkennung und Therapie. Zweck dieser Vorsorgeuntersuchungsmaßnahmen ist es bösartigen Tumoren (Geschwülste) so früh wie möglich zu erkennen, d.h. wenn sie noch klein und begrenzt sind. Denn noch nicht weit fortgeschrittene Geschwülste lassen sich viel besser behandeln und bieten dem Patienten längerfristig eine bessere  Prognose (Überlebensvorteil und Zukunftsaussicht) als spät erkannte, fortgeschrittene und im Körper verbreiteten Tumoren.

Krankheitszeichen von den meisten Krebserkrankungen treten, erfahrungsgemäß, erst dann deutlich in Erscheinung, wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist. Beispielsweise wenn die Geschwulst in Nachbarorgane eingedrungen ist oder sich über den Blutweg in weiter entfernten Organen (Knochen, Lunge) Töchtergeschwülste gesetzt hat. Zu diesem Zeitpunkt sind die Aussichten einer erfolgreichen Therapie weitaus geringer. Dementsprechend macht es Sinn Krebs schon dann zu erfassen während noch keine Krankheitszeichen aufgetreten sind. Dies ist, zurzeit, nur im Rahmen von regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen möglich.

Früherkennungsmaßnahmen in der Urologie werden zurzeit für Prostatakrebs, dem häufigsten bösartigen Tumor des Mannes, aber auch für Nieren-, Blasen- und Hodenkrebs dringend empfohlen.


Prostatakrebs - Vorsorge
Bösartige Erkrankungen der Vorsteherdrüse (Prostatakrebs) stehen mit an der Spitze der Erkrankungs- und Todesursachen des Mannes und werden, entsprechend der Bevölkerungspyramide in westlichen Ländern, tendenziell in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Aufgrund eines häufigen Auftreten von ersten Krankheitszeichen zu einem Zeitpunkt wenn die Prostatakrebserkrankung schon weit fortgeschritten ist und nach gegenwärtigen Behandlungsstrategien mit begrenztem Erfolg vergesellschaftet ist, ist es essentiell für jeden Mann im entsprechenden Alter Prostatavorsorgeuntersuchungen für sich zu nutzen.

Die Empfehlung zur Prostatavorsorgeuntersuchung gilt jährlich (ggf. häufiger) für:


Diese Empfehlung zur Prostatavorsorgeuntersuchung gilt weiterhin auch nach operativer Therapie gutartiger Prostataleiden, beispielsweise nach Durchführung einer TUR-P (Ausscherbung mittels einer elektrischen Schlinge) oder Laserbehandlung bei gutartiger Prostatavergrößerung!

Empfohlene Untersuchungen bei der Vorsorge von Prostatakrebs sind u.a.:

Beim begründeten Verdacht einer bösartigen Geschwulst der Prostata, können weiteren diagnostischen Maßnahmen erforderlich werden um das Vorliegen sicher festzustellen/auszuschließen und eine optimale Behandlung vorauszuplanen. Diese können, je nach Fragestellung, die Entnahme von Gewebeproben aus der Prostata (Prostatastanzbiopsien), weitere Bildgebung z.B CT-, MRT-Untersuchungen und Untersuchungen der Knochen beinhalten.

Hier erhalten Sie detaillierte Informationen zum Thema Prostatabiopsie

Natürlich umfasst unser Angebot, neben der Vorsorgeuntersuchung auf Prostatakrebs, auch sämtliche Früherkennungsuntersuchungen in Bezug auf Erkrankungen der Niere (incl. Harnleiter), der Blase und des äußeren Genitals:

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder Urologen oder vereinbaren Sie einen Termin in einer unserer Sprechstunden (Sprechzeiten sh. unter Kontakt) unter 089/1797 2603

In Notfällen erreichen Sie den urolog. Dienstarzt 24h unter 089/1797 2640

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