A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

 

A

Ablatio
Entfernung, z.B. Amputation der weiblichen Brust (ablatio mammae) oder Entfernung eines Hodens (ablatio testis).


Abszess
Eiteransammlung in einem durch krankhafte Vorgänge entstandenen, nach allen Seiten abgeschlossenen Hohlraum im Gewebe.


Adenom

Gutartige Geschwulst mit Ursprung in drüsenbildendem Gewebe wie z.B. der Prostata. Ein Prostataadenom verursacht typischerweise u.a. Blasenentleerungsstörungen.


Agonadismus

Das völlige Fehlen der Keimdrüsen (Gonaden). Bei der Frau handelt es sich um die Eierstöcke, beim Mann um die Hoden. Diese Missbildung tritt nur äußerst selten auf.


Androgenblockade
Blockierung der Androgenproduktion im Rahmen der Therapie des Prostatacarcinoms.


Androgen-Deprivationstherapie (ADT)
Entzug der männlichen Sexualhormone, um ein weiteres Wachstum der Tumorzellen in der Prostata zu unterbinden. Das wichtigste männliche Androgen ist das Testosteron, welches in den Hoden hergestellt wird.


Androgene

Männliche Hormone. Das wichtigste Androgen ist das Testosteron, welches hauptsächlich im Hoden gebildet wird.


Andrologie
Andrologie lässt sich wörtlich als “Männerheilkunde” übersetzen. Dieses Spezialgebiet der Medizin befasst sich mit Störungen der Geschlechtsentwicklung und Sexualität des Mannes. Somit ist die Andrologie die männliche Entsprechung der Gynäkologie.


Antiandrogene
Medikamente mit Wirkung gegen die männlichen Hormone. (Das Prostatakarzinom wächst in den meisten Fällen Androgen-abhängig. Durch ein Antiandrogen wird seine Entwicklung eingeschränkt).


Anurie
Fehlende oder nur sehr geringe Harnausscheidung (weniger als 100 ml Harn in 24 Stunden). Ursachen sind unter anderem ernsthafte Störungen der Nieren, ein schwerer Schock oder ein Verschluss der Harnröhre.


Aspermie
Fehlen von Samenfäden im Ejakulat.


Ausscheidungsurographie = AUG
Röntgenuntersuchung der ableitenden Harnwege nach Kontrastmittelgabe.


Azoospermie
Das Fehlen von beweglichen, reifen Samenfäden (Spermien) bei der Untersuchung der Samenflüssigkeit des Mannes (Spermiogramm oder Spermatogramm) zur Feststellung der Fruchtbarkeit (Fertilität).

 

B

Beckenbodengymnastik
Krankengymnastische Maßnahmen zur Kräftigung der Muskeln des Beckenbodens; wird im Rahmen der Behandlung einer Harn- oder Stuhlinkontinenz eingesetzt.


Benigne Prostatahyperplasie (BPH)
Die BPH zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Mannes überhaupt und betrifft in der Regel Männer zwischen dem 40. und dem 60. Lebensjahr. Dabei handelt es sich um eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die nicht immer zu Beschwerden führen muss. Anzeichen für diese gutartige Wucherung in der Vorsteherdrüse, die die Harnröhre einengt, sind Störungen bei der Entleerung der Blase wie Nachträufeln, abgeschwächter Harnstrahl oder Verzögerungen schon beim Versuch der Entleerung der Blase. Da langfristig Restharn in der Blase verbleibt, kommt es in der Folge oft zu Entzündungen in Blase und Prostata.


Biofeedback-Training bei Inkontinenz
Trainingsverfahren mit Rückmeldung zur Überprüfung der richtigen Anspannung der Muskulatur des Beckenbodens. Mit Hilfe von akustischen oder optischen Signalen werden Körperfunktionen hör- oder sichtbar gemacht. Die Rückmeldung unterstützt die Betroffenen in ihren krankengymnastischen Bemühungen, ein richtiges und wirksames willkürliches Zusammenziehen der Beckenbodenmuskulatur durchzuführen. In Studien konnte aufgezeigt werden, dass Krankengymnastik in Verbindung mit dem Biofeedback-Verfahren eine größere Wirksamkeit bei der Behandlung bzw. Heilung der Stressinkontinenz zeigt.


Biopsie
Probeentnahme von Gewebe, z.B. aus der Prostata. Die Entnahme ist fast schmerzlos. Durch die Untersuchung des entnommenen Gewebes kann zwischen gutartigen und bösartigen Geschwülsten unterschieden werden.


Blasenentzündung
Die Harnwege reichen von den Nieren über die Blase bis hin zu deren Ausgang, der Harnröhre. Normalerweise sind sowohl die Wege als auch der ausgeschiedene Urin keimfrei. Wenn sich Bakterien in den Harnwegen befinden, nennt man das Harnwegsinfekt. Dieser kann sehr unterschiedlich schwer verlaufen, von bedrohlichen Nierenentzündungen über einen Bakteriennachweis ohne Symptome. Aus anatomischen Gründen haben kleine Kinder und Frauen am häufigsten Harnwegsinfekte. Bei Männern steigt das Risiko einer Infektion mit dem Alter.


Blasenkrebs

Der Blasenkrebs zählt mit einer Inzidenz von 16000 pro Jahr in Deutschland zu den häufigen Krebsarten. Männer erkranken wesentlich häufiger als Frauen (m:w = 3:1).


Blasenschwäche
Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven: Der eine Teil wird über das Gehirn gesteuert. Ein grosser unwillkürlicher Anteil wird vom Rückenmark bestimmt. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört werden: So spricht man von der neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung, die die Blasenentleerung kontrollieren. Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel. Von der Drang oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn die Blasenentleerung unwillkürlich erfolgt, bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Die Überlaufinkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überläufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist eine Prostatavergrößerung (Hypertrophie).


Bougierung
Verfahren zur Ausdehnung und Erweiterung einer verengten Stelle, z.B. in der Harnröhre.


BPH
siehe Benigne Prostatahyperplasie

 

C

Chemolitholyse
Auflösung von Harnsteinen (auch Gallensteinen) durch Medikamente, abhängig von der Steinzusammensetzung. Am besten gelingt die chemische Auflösung bei Harnsäuresteinen.


Chemotherapie
Behandlung mit einem Chemotherapeutikum zur Hemmung bzw. Verminderung des Wachstums von Krebszellen. Manchmal ist auch die Kombination mehrerer Medikamente erforderlich.


Chlamydieninfektion
Die Chlamydieninfektion (gesprochen: klamüdi-en) ist in Deutschland eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten (mit ansteigender Tendenz). Oft macht die Erkrankung nur geringe oder keine Beschwerden. Wenn Beschwerden überhaupt auftreten (ca. 1 bis 6 Wochen nach der Ansteckung), dann meist Brennen beim Wasserlassen und/oder Ausfluß (bei Männern und Frauen); bei Frauen aber u.U. auch leichte Reizzustände im Unterleib oder Blutungsstörungen. Allein die Zahl der beschwerdenfreien, mit Chlamydien infizierten Frauen beträgt in Deutschland ca. 350.000. Die Zahl der ebenfalls sehr oft symptomlos oder symptomarm infizierten Männer ist unbekannt. Da diese Frauen und Männer keine auffälligen Symptome haben, wird die Infektion meist nicht erkannt und behandelt, kann aber von den Trägerinnen und Trägern trotzdem weitergegeben werden! Nur ein kleiner Teil der Infektionen wird aufgrund auftretender Symptome erkannt und behandelt. Zur Zahl der jährlichen Neuinfektionen sind derzeit keine verläßlichen Schätzungen verfügbar, es dürfte sich aber um die häufigste bakteriell bedingte sexuell übertragbare Erkrankung in Deutschland handeln. Bei Frauen: Entzündungen der inneren Geschlechtsorgane, zum Beispiel der Eileiter, die zu Eileiterschwangerschaften oder sogar Unfruchtbarkeit führen können. Das Neugeborene einer infizierten Frau kann bei der Geburt infiziert werden und ernste Lungen- und Augenerkrankungen (Folge: z.B. Blindheit) entwickeln. Bei Männern überwiegend Entzündungen der Blase und der ableitenden Harnwege. Fast ausschließlich durch Geschlechtsverkehr. Kondome schützen vor einer Ansteckung. Die Chlamydieninfektion wird mit Antibiotika behandelt. Bis zum O.K. durch den Arzt ist ungeschützter Verkehr tabu! Wichtig ist die Partnerbehandlung!


Computertomographie
Die Computer-Tomografie, auch in Kurzform als CT oder CT-Untersuchung bezeichnet, ist eine Bild gebende Untersuchung, die durch den Radiologie-Facharzt durchgeführt wird. Gewöhnlich sagt man dann auch, man sei „in der Röhre“ untersucht worden. Sie verwendet Röntgenstrahlen zur Sichtbarmachung von Teilen des Körperinneren, ähnlich wie es auch bei einer Lungenaufnahme geschieht. Beim CT umkreist jedoch die Quelle der Röntgenstrahlung den Körper, sodass dadurch schichtweise Bilder vom Körperinneren hergestellt werden. Zur Verbesserung der Darstellung der Bilder auf dem Fernsehschirm verwendet der Fachmann gelegentlich auch so genannte Kontrastmittel. Eingesetzt wird diese Untersuchungsmethode im Auftrag des Urologen, wenn er sich über besondere krankheitsbezogene Gegebenheiten im Körperinneren seines Patienten informieren möchte wie beispielsweise Krankheiten der Niere, der ableitenden Harnwege usw.


Condylome

Bei Condylomata acuminata – auch unter dem Begriff Feigwarzen und Feuchtwarzen bekannte Warzen – handelt es sich um eine Viruserkrankung und sie sind neben Herpes und Chlamydien eine der häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen.


CPPS

engl. Chronic Pelvic Pain Syndrome (Chronischer Beckenbodenschmerz)


Cystitis Interstitielle
Die Interstitielle Cystitis (IC) ist eine chronische Entzündung der Blasenwand unklarer Genese, die mit Schmerz und Harndrang verbunden ist.

 

D

Dauerkatheter
Er wird auch als Verweilkatheter bezeichnet. Es handelt sich um ein schlauchförmiges Gebilde, das heutzutage meist aus weichem gummiartigen Material besteht und für die Harnblase als Dauerkatheter durch die Harnröhre eingeführt wird. Ein Ballon in der Nähe der Spitze dieses Katheters wird mit einer wässrigen Lösung gefüllt, um das Zurückrutschen aus der Harnröhre zu verhindern. In der Harnblase kann der Katheter über längere Zeit verbleiben. Häufiges Spülen und Wechseln des Dauerkatheters ist erforderlich. Ist der Dauerkatheter gut angelegt, verursacht er keine Beschwerden.


Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie
Gestörtes Zusammenwirken der beim Wasserlassen beteiligten anatomischen Strukturen.


Dranginkontinenz
Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven: Der eine Teil wird über das Gehirn gesteuert. Ein grosser unwillkürlicher Anteil wird vom Rückenmark bestimmt. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört werden: So spricht man von der neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung, die die Blasenentleerung kontrollieren. Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel. Von der Drang oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn die Blasenentleerung unwillkürlich erfolgt bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Die Überlauf-Inkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überläufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist die eine Prostata- Vergrößerung (Hypertrophie).


Dyspareunie
Sammelbegriff für unangenehme Empfindungen beim sexuellen Verkehr.


Dysurie
Schmerzhafter Harndrang mit Erschwernis des Wasserlassens.

 

E

Ejaculatio präcox
Vorzeitiger Samenerguß beim Geschlechtsverkehr

Ejakulation (Retrograde)
Nach einem operativen Eingriff, der den inneren Schließmuskel am Blasenhals beschädigt hat, wird der Samen bei der Ejakulation nicht mehr nach vorne (d.h. über den Penis), sondern nach hinten in die Blase ausgestoßen (auch sog."trockener Orgasmus").


Endoskopie
Spiegelung von Körperhöhlen und Hohlorganen mit einem röhrenförmigen Gerät mit Lichtquelle. Während der Endoskopie können durch die besondere Beschaffenheit des Gerätes kleinere operative Eingriffe oder Gewebeentnahmen vorgenommen werden.


Enuresis
Als Enuresis - von griech. en (in, hinein) und ourein (nässen) - wird das Einnässen Umgangsprachlich auch als Bettnässen bezeichnet. Es ist zu unterscheiden zwischen dem nächtlichen Einnässen (Enuresis nocturna) und dem Einnässen am Tage und in der Nacht (Enuresis diurna)
- diurna : Einnässen bei Tag
- nocturna : Einnässen nachts


Erektile Dysfunktion

Man spricht von einer erektilen Dysfunktion (Abkürzung ED, auch Erektionsstörung, Potenzstörung, im Volksmund auch Impotenz), wenn es einem Mann über einen gewissen Zeitraum hinweg in der Mehrzahl der Versuche nicht gelingt, eine für ein befriedigendes Sexualleben ausreichende Erektion des Penis zu erzielen oder beizubehalten. Kurzfristige Erektionsstörungen gelten hingegen nicht als ED.


Erektion

Versteifung des männlichen Gliedes.


Erektionsschwäche
Unter Potenzstörungen werden sehr unterschiedliche Probleme zusammengefasst. Der Geschlechtstrieb (Libido), die Ejakulation (Samenerguss) und die Fähigkeit, einen Orgasmus zu bekommen, können betroffen sein. überwiegend haben die Männer mit Potenzstörungen jedoch eine Erektionsschwäche. Meist sind diese Beschwerden organisch bedingt. Doch auch psychische Faktoren stören häufig die Fähigkeit zum Geschlechtsverkehr. Mit dem Alter nimmt die Häufigkeit der Impotenz zu.

Zu den organischen Gründen für eine Potenzstörung gehören:
•    Medikamente (z.B. Beruhigungsmittel, blutdrucksenkende Mittel )
•    Nikotin- und Alkoholmissbrauch
•    Hormonstörungen
•    Bandscheibenerkrankungen
•    Zuckerkrankheit
•    Durchblutungsstörungen
•    Erkrankungen des Nervensystems
•    Leberkrankheiten
Psychische Faktoren sind:
•    Leistungsdruck
•    Stress und Müdigkeit
•    Konflikte in der Partnerschaft
•    Depressionen


ESWL = Extrakorporale Stoßwellenlithotrypsie
Ziel der Behandlung ist die Zertrümmerung von Nieren- und Harnleitersteinen ohne Schnittoperation. Stoßwellen werden so gebündelt, dass der Brennpunkt auf den Stein gerichtet ist. Die durch die ESWL entstehenden Trümmerteile werden auf natürlichem Weg mit dem Wasserlassen ausgeschieden.

 

F

Fehlbildungen
Nierenaplasie (Niere nicht vorhanden), Nierenhypoplasie (Niere anlagebedingt zu klein), Überzählige Nieren, Ektope Nieren (z.B. Beckenniere), Polyzystische Nieren, Rotationsanomalien (Verdrehung der Organachsen).

Fertilität
Fruchtbarkeit. Die Fähigkeit des Mannes und der Frau, sich geschlechtlich zu vermehren. Beim Mann besteht die Zeugungsfähigkeit von der Zeit der Geschlechtsreife (Pubertät) bis in das hohe Alter. Bei der Frau setzt die Fruchtbarkeit zum Zeitpunkt der ersten Monatsblutung (Menarche) ein und endet mit der letzten Regelblutung (Menopause), wenn die Eierstöcke (Ovarien) die Hormonproduktion einstellen.


Frenulumplastik

bezeichnet eine urologische Operationstechnik, bei der ein verkürztes Vorhautbändchen quer durchtrennt und der anschließend bestehende Schleimhautdefekt längs vernäht wird.

 

G

Geschlechtskrankheiten
Durch Geschlechtsverkehr erworbene, ansteckende Krankheiten. Hierzu zählen Syphilis, Gonorrhöe, Ulcus molle, Lymphopathia venerea.


Gestagene
Sammelbegriff für eine Gruppe weiblicher Sexualhormone.


GnHG-Analoga
Medikamente zur Behandlung hormonabhängiger Tumoren (z.B. Prostatakrebs); Ansatzpunkt ist das Gonadotropin-Releasing- Hormon (GnRH), das im Hypothalamus gebildet wird und auf die Hormonproduktion Einfluß nimmt (synonym: LHRH-Analoga).


Gonaden
Sammelbegriff für die weiblichen und männlichen Keimdrüsen, d.h. die Eierstöcke und Hoden.


Gonorrhöe (Tripper)
Die Gonorrhöe gehört zu den bekanntesten Geschlechtskrankheiten und wird durch Bakterien übertragen. Vorsicht! Gerade bei Frauen bleibt die Erkrankung oft zunächst unerkannt und ohne Beschwerden. Die Infizierte kann die Infektion aber trotzdem weitergeben! Beschwerden treten, wenn überhaupt, 2 - 5 Tage nach der Ansteckung auf: Bei der Frau: vermehrter grünlich-gelber Ausfluß, u.U. Schmierblutungen, Brennen beim Wasserlassen; beim Mann: Brennen beim Wasserlassen, gelblicheitriger Ausfluß aus der Harnröhre. Auch der Enddarm und der Mund-Rachenraum können befallen sein. In Deutschland gibt es derzeit jährlich schätzungsweise 50 000 bis 55 000 Neuinfektionen mit einer Gonorrhöe. Wenn der Tripper nicht sofort behandelt wird, können ernste Folgeerscheinungen auftreten: Bei der Frau: Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut, der Eileiter und der Eierstöcke, die häufig zur Unfruchtbarkeit oder auch zur gefährlichen Eileiterschwangerschaft führen. Eine infizierte Schwangere kann während der Geburt die Erreger an ihr Kind weitergeben. Die so entstehende Infektion der Augen kann zur Erblindung des Neugeborenen führen. Beim Mann kann die Entzündung auf Hoden und Nebenhodenübergreifen, mit Unfruchtbarkeit als häufiger Folge. Wenn sie nicht frühzeitig behandelt wird, kann die Gonorrhöe auch andere Organe oder eventuell den ganzen Körper befallen und z.B. zu Ausschlägen, Fieber und Gelenkschmerzen führen. Die Ansteckung erfolgt fast ausschließlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Eine indirekte Übertragung durch feuchte Gegenstände oder Sexspielzeuge wie z.B. Vibratoren oder Dildos ist (selten) möglich. Kondome schützen vor einer Ansteckung. Die Gonorrhöe wird mit Antibiotika behandelt. Sie heilt in der Regel völlig aus, wenn sie bei Auftreten der ersten Symtome behandelt wird. Je früher sie erkannt wird, desto einfacher ist die Therapie. Kein Sex bis zur völligen Ausheilung! Fragen Sie hierzu ihren Arzt. Wichtig ist die Partnerbehandlung.


Gynäkomastie
Anschwellen der Brustdrüsen aufgrund eines erhöhten Östrogenspiegels.

 

H

Hämatospermie
Blut im Sperma


Hämaturie
Blutbeimengungen im Urin


Harnblase
Die Harnblase befindet sich als Hohlorgan im kleinen Becken und dient als Sammelspeicher für Urin. Die Aufnahmemenge beträgt beim erwachsenen Mann 0,5 bis 0,8 Liter. Bei den Frauen ist die Harnblase mit der vorderen Scheidenwand und teilweise mit der Gebärmutter fest verbunden. Bei den Männern ist die Harnblase durch die Vorsteherdrüse, die Samenblasen und Samenleiter vom Beckenboden getrennt. Blasendach und Teile der Blasenhinterwand sind mit Bauchfell überzogen. Dort besteht enger Kontakt zu Dünndarmschlingen und zu Teilen des Dickdarmes. Am Blasenhals befindet sich der innere Blasenschließmuskel, ein Wulst von verschlungenen, konvergierenden Muskelzügen des Blasenmuskels (Detrusor). Das gesamte harnableitende System, bis hinein in die Harnröhre (Urethra), ist mit einer spezifischen und hochspezialisierten Zellschicht ausgekleidet, dem Urothel. Der Harnleiter befördert den Urin vom Nierenbecken in die Harnblase. Ist die Harnblase gefüllt, erfolgt die Entleerung über die Harnröhre (Urethra).


Harngriess
Mit bloßem Auge sichtbare kleinste Harnsteinchen


Harninkontinenz
Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven: Der eine Teil wird über das Gehirn gesteuert. Ein grosser unwillkürlicher Anteil wird vom Rückenmark bestimmt. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört werden: So spricht man von der neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung, die die Blasenentleerung kontrollieren. Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel. Von der Drang oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn die Blasenentleerung unwillkürlich erfolgt, bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Die Überlaufinkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überläufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist eine Prostatavergrößerung (Hypertrophie).


Harnleiter
Der Harnleiter (Ureter) ist zirka 25 bis 30 cm lang und stellt die Verbindung von der Niere zur Harnblase her. Da die Nieren in der Regel paarig angelegt sind gibt es einen linken und rechten Harnleiter, die links bzw. rechts neben der Wirbelsäule im Bauchraum liegen. Der Weg zur Blase hin führt den Harnleiter an einigen natürlichen Engstellen vorbei. Erst wenn die Verengung einen Krankheitswert erreicht kommt es zu Beschwerden. Bleibt z. B. an einer Engstelle ein Nierenstein stecken, kann dies die Ursache von starken Schmerzen bis hin zu kolikartigem Charakter sein. Eine natürliche Engstelle befindet sich am Übergang des Nierenbeckens in den Harnleiter, eine weitere an der Stelle, wo die Beckenhauptschlagader in den Bereich des knöchernen Beckens eintritt und eine dritte, die bedeutendste, an der Mündung des Harnleiters in die Harnblase. Der Harnleiter selbst hat keinen Verschlussmechanismus gegenüber der Blase und reicht bis in die Blasenwand hinein. Die Muskulatur des Harnleiters transportiert den Harn aus der Niere in kleinen Portionen (peristaltische Wellen) in die Blase. Wenn sich die Muskulatur der Harnblase aufgrund des Wasserlassens zusammenzieht wird das Ende des Harnleiters dadurch normalerweise verschlossen. Ist der Verlauf des Harnleiters in der Blasenwand nicht richtig angelegt, so kann es zum Zurückfließen des Urins aus der Blase in den Harnleiter kommen.


Harnröhre
Die Harnröhre (Urethra) stellt den untersten Abschnitt der Harnwege dar. Sie führt den in der Harnblase gesammelten Urin aus dem Körper. Die Harnröhre bei Frauen ist mit einer Länge von 3 bis 4 cm sehr kurz und mündet im Scheidenvorhof. Bei Männern beträgt die Länge der Harnröhre 20 bis 25 cm und sie mündet an der Eichel des männlichen Gliedes (Glans penis).


Harnröhrenephitel
Mehrreihiger Zellverband zum Schutz der Harnröhre


Harnsperre
siehe Harnverhaltung


Harnsteine
Harnsteine können im gesamten Harntrakt vorkommen, in der Niere (Nierensteine), dem Harnleiter, der Blase und in der Harnröhre. Das Material, aus dem sie bestehen, ist unterschiedlich, doch in den meisten Harnsteinen ist Kalzium enthalten.

Rund fünf Prozent der Bevölkerung haben Harnsteine, die aber nicht immer Beschwerden verursachen. Zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr liegt das grösste Erkrankungsrisiko. Wer Harnwegsinfekte hat, hat auch häufiger Steine und umgekehrt! Es gibt verschiedene Ursachen für die Bildung vonHarnsteinen: Viele Menschen trinken zu wenig, durch die zu hohe Konzentration des Urins bilden sich Ablagerungen in Form von Steinen. Auch wenn der Harn nicht richtig abfließt, können sich zum Beispiel in der Harnblase Steine bilden. Der Säuregehalt des Urins spielt bei der Bildung von Steinen ebenfalls eine wichtige Rolle.


Harnverhaltung, akute
Unmöglichkeit, die Harnblase zu entleeren infolge eines mechanisch bedingten Abflusshindernisses. Ursachen können eine große Prostata, ein Blasenstein, eine Verletzung im Bereich der Harnröhre mit Verengung oder ein Beckenbruch mit Verletzung der Harnröhre sein. Die Harnblase füllt sich zunehmend mit Urin und es kann zu unerträglichen Schmerzen kommen. Die schnelle Behandlung erfolgt durch Entleerung der Harnblasse mittels Katheter.


Harnwegsinfekt
Die Harnwege reichen von den Nieren über die Blase bis hin zu deren Ausgang, der Harnröhre. Normalerweise sind sowohl die Wege als auch der ausgeschiedene Urin keimfrei. Wenn sich Bakterien in den Harnwegen befinden, nennt man das Harnwegsinfekt. Dieser kann sehr unterschiedlich schwer verlaufen, von bedrohlichen Nierenentzündungen über einen Bakteriennachweis ohne Symptome. Aus anatomischen Gründen haben kleine Kinder und Frauen am häufigsten Harnwegsinfekte. Bei Männern steigt das Risiko einer Infektion mit dem Alter.


Hernie
Als Hernie ("Bruch") bezeichnet man das Austreten von Baucheingeweiden, meist Darm, durch eine Bauchwand lücke. Die Leistenregion ist wegen der vorgebildeten Durchtrittsstellen (Gefäße, Samenstrang) besonders anfällig für Bauchwandbrüche. Männer sind bei Leistenbrüchen wesentlich häufiger betroffen als Frauen. Neben Leistenbrüchen gibt es Nabelbrüche, Narbenbrüche und weitere Stellen der Bauchwand, die von einem Bruch betroffen sein können.


Histologie
Lehre von den Zellen und Geweben des Körpers, ihrem Normalzustand und ihren krankhaften Veränderungen (Histopathologie).


Hoden
Inneres männliches Geschlechtsorgan, das zu den so genannten Gonaden (Keimdrüsen) gehört. Herstellungsort von Spermien (Samenfäden), Androgenen (Geschlechtshormone, hier vor allem Testosteron). Die Hoden entstehen im Embryo in der Bauchhöhle, wandern etwa zum Geburtszeitpunkt durch den Leistenkanal in den Hodensack. Der normale Hoden hat ein Volumen von ca. 12 bis 25 ml. Er wird von einer derben Bindegewebsschicht umschieden und ist über das Gubernakulum testis im Hodensack (Skrotum) fixiert.

Funktion:
• In den Hoden werden die Samenzellen (Spermatozoen) produziert
• Zusätzlich sind die Hoden der Hauptsyntheseort für das männliche  Geschlechtshormon, das Testosteron
• Geringe Mengen von Testosteron werden auch in den Nebennieren produziert


Hodendrehung/Hodentorsion
Plötzliche Drehung des Hodens bzw. Samenstranges. Führt zu Schmerzen in Unterbauch und Leiste, der Hodensack schwillt an und ist berührungsempfindlich. Betroffen sind meist Kinder und Jugendliche. Die Drehung vermindert die Durchblutung im Hoden, es besteht die Gefahr seines Absterbens. Rascher therapeutischer Eingriff erforderlich durch operative Freilegung mit Lageberichtigung des Hodens. Die Hodentorsion gehört zu den urologischen Notfällen.


Hodentumor
Als Hodentumor wird jede - gutartige oder bösartige - Vergrößerung des Hodens bezeichnet. Als Hodenkrebs wird ein bösartiger Hodentumor bezeichnet, der vor allem junge Männer in der Altersgruppe von 20 bis 40 Jahren betrifft und in dieser Altersgruppe die häufigste Krebserkrankung darstellt, und wird meist durch Selbstabtastung entdeckt.


Hormontherapie
Anwendung von Hormonen als Heilmittel z.B. die Gabe von Antiandrogenen zur Hemmung des Prostatakarzinoms.


Hydrocele
Flüssigkeitsansammlung innerhalb der Hodenhüllen. Die Hydrocele kann angeboren sein oder ohne erkennbare Ursache entstehen. Sie kann sich nach Entzündungen, Verletzungen oder Hodentumoren ausbilden und die eigentliche Erkrankung dadurch verschleiern. Bei der Untersuchung wird der Urologe den Hodensack neben der Tastuntersuchung mit einer kleinen Taschenlampe durchleuchten, um festzustellen, ob es sich bei dem Inhalt um Flüssigkeit oder einen Hodentumor handelt, oder sich ein Bild mit dem Ultraschall machen. Nimmt die Hydrocele an Größe zu, kann eine Operation erforderlich werden.

 

I

Impotenz
Mangelnde Erektionsfähigkeit des männlichen Glieds, z.B. durch eine den Prostatakrebs unterdrückende Behandlung.


Induratio penis plastica
(auch Peyronie-Krankheit) ist eine Erkrankung des Penis. Die Krankheit führt zu einer Penisverkrümmung, wobei Verhärtungen, so genannte Plaques, auftreten, die wohl durch Bindegewebswucherungen in den Schwellkörpern auftreten. Insbesondere bei der Erektion führt dies zu starken Schmerzen. Der Verlauf ist schwer abzuschätzen: teilweise bildet sich die Erkrankung komplett zurück, teilweise schreitet sie fort.


Infertilität
Sammelbegriff für die Unfruchtbarkeit der Frau bzw. des Mannes.


Inkontinenz
oder im Volksmund auch Blasenschwäche genannt ist die Unfähigkeit, den Urin ständig zu kontrollieren, unwillkürlicher Harnverlust.


Interstitielle Cystitis
Die Interstitielle Cystitis (IC) ist eine chronische Entzündung der Blasenwand, die mit Schmerz und Harndrang verbunden ist.
(Weitere Informationen unter http://www.ica-ev.de)

 

J

 

K

Karzinom
Krebsgeschwulst, durch ein übermäßiges Wachstum der in ihrem Stoffwechsel und in ihrem Vermehrungsverhalten gestörten Krebszellen. Der Prostatakrebs gehört zu den besonders langsam wachsenden Krebsarten, so daß die Lebenserwartung nicht notwendigerweise durch den Krebs bestimmt wird.


Kastration
Entzug der männlichen Geschlechtshormone durch Operation (Orchiektomie) oder medikamentöse Maßnahmen (chemische Kastration).


Katheter
Der Katheter ist ein schlauchartiges Gebilde, das in Hohlorgane des Körpers eingeführt wird. Das Gerät kann biegsam oder starr sein. Je nach Verwendungszweck wird es z. B. als Harnblasenkatheter, Harnleiterkatheter, Herzkatheter, Gefäßkatheter usw. bezeichnet. Der Urologe verwendet den Katheter z. B. für die Entleerung oder Spülung der Harnblase. Durch das Legen eines Katheters kann die Durchgängigkeit eines Organs gewährleistet oder wieder hergestellt werden. Zusätzlich ist durch dieses Instrument das Einbringen von Heilmitteln und Nahrung in den Körper möglich.


Katheterismus
Einführung eines Katheters in ein Hohlorgan (z.B. Harnröhre) zu diagnostischen und/oder Behandlungszwecken.


Klimakterium virile
Wechseljahre beim Mann, Andropause oder ADAM (Androgen Decline in the Aging Male Androgenrückgang beim alternden Mann) wird die Hormonumstellung beim Mann in der Lebensmitte bezeichnet. Beim Mann bleibt die Zeugungsfähigkeit zwar bis ins hohe Alter erhalten, doch die Wahrscheinlichkeit, noch fruchtbaren Samen zu produzieren und damit auch noch Nachkommen zeugen zu können, sinkt auch beim Mann im Alter.


Kondylome
Feigwarzen werden durch sog. Papillomaviren verursacht. Sie machen sich bemerkbar als Warzen (in fortgeschrittenen Fällen auch in Form blumenkohlähnlicher Gebilde) am Glied, an oder in der Scheide, am Anus oder im Darmausgang. Es gibt viele verschiedene Arten solcher Papillomaviren, von denen nicht alle sexuell übertragbar werden oder Warzen verursachen. Einige Arten infizieren die Schleimhäute im Genitalbereich und können, ohne sich zuvor durch eine Warzenbildung bemerkbar gemacht zu haben, nach länger dauernder Infektion Krebs auslösen. Der Gebärmutterhalskrebs bei der Frau, sowie vermutlich auch ein erheblicher Teil der Scheiden-, Penis- und Analkarzinome sind Folge solcher Infektionen. Etwa jede 5. Frau im sexuell aktiven Alter ist mit genitalen Papillomaviren infiziert, etwa jede 15. mit Papillomavirustypen, die Krebs verursachen können. Die Zahl der männlichen Virusträger ist nicht bekannt. Besondere Probleme stellen die Warzen bei unkontrolliertem Wachstum dar; zum Beispiel wenn die Körperabwehr durch eine andere Erkrankung geschwächt ist. Große Warzen im Geburtskanal können den Geburtsverlauf beeinträchtigen. Im Enddarm können sie Schmerzen beim Stuhlgang verursachen. Einige Virustypen können nach längerdauernder Infektion Gebärmutterhals-Krebs bei Frauen verursachen. Hauptsächlich durch ungeschützten Sexualverkehr steckt man sich an. Kondome schützen, wenn sie den Kontakt mit krankheitsbedingten Hautveränderungen oder erregerhaltigen Körperflüssigkeiten verhindern. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht. Außer örtlicher chemischer Behandlung kommt die operative Entfernung in Frage. Es treten häufig Rückfälle auf, daher sind Kontrollen über längere Zeit unerläßlich.


Kryokonservierung
Tiefkühlkonservierung von Zellen oder Gewebe in flüssigem Stickstoff, z. B. von Sperma.

 

L

latent
stumm, verborgen, schlummernd, unbemerkt


Leistenbruch
Als "Bruch" (Hernie) bezeichnet man das Austreten von Baucheingeweiden, meist Darm, durch eine Bauchwandlücke. Die Leistenregion ist wegen der vorgebildeten Durchtrittsstellen (Gefäße, Samenstrang) besonders anfällig für Bauchwandbrüche. Männer sind bei Leistenbrüchen wesentlich häufiger betroffen als Frauen. Neben Leistenbrüchen gibt es Nabelbrüche, Narbenbrüche und weitere Stellen der Bauchwand, die von einem Bruch betroffen sein können.


Leukozyturie
Vermehrtes Auftreten von weißen Blutkörperchen im Urin als Hinweis auf einen entzündlichen Vorgang (z. B. Harnblasenentzündung).


LHRH-Analoga
Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) produziert u.a. ein sogenanntes LHR-Hormon, das beim Mann die Bildung des Sexualhormons Testosteron beeinflußt. LHRH-Analoga verhindern vorübergehend die Wirkung dieser LHR-Hormone. Dadurch wird dann kein Testosteron mehr gebildet, und das Wachstum des Testosteron-abhängigen Prostatakarzinoms wird verhindert. LHRH-Analoga sind die medikamentöse Alternative zur Orchiektomie (Entfernung des Hormon-produzierenden Hodengewebes, Kastration).


Libido
Sexualtrieb, geschlechtliches Verlangen.


Litholyse

siehe Chemolitholyse

Seuche, Siechtum, Krankheit. Im eigentlichen Sinne bekannt als
Syphilis. Hierbei handelt es sich um eine lang andauernde, durch Geschlechtsverkehr übertragbare, ansteckende Krankheit, die unbehandelt zu schweren Leiden bis hin zum Tod führen kann.


Lymphknoten
Auch oft falsch als Lymphdrüsen bezeichnet. Lymphknoten besitzen jedoch keine Drüsenfunktion. Lymphknoten filtern das Gewebswasser (Lymphe) einer Körperregion. Sie befinden sich an zahlreichen Stellen des Körpers (z.B. Achselhöhlen, Leistengegend) und bilden so genannte Lymphknotenstationen. Die Lymphknoten sind wichtige Bestandteile des körpereigenen Immunsystems.


Lymphom
Lymphknotenschwellung


Lymphopathia venerea
Meist durch Geschlechtskrankheit übertragene Infektionskrankheit vor allem in den Tropen durch den Erreger Chlamydia trachomatis. Etwa 14 Tage nach Ansteckung kommt es zum Auftreten einer kleinen vorübergehenden Beschädigung (Knötchen mit umgebender Entzündung) zum Beispiel am Auge, die nach 2-3 Wochen wieder abheilt. In der Folge schwellen die Leistenlymphknoten an, schmelzen eitrig ein und neigen zur Fistel- und Abszessbildung. Starke Schwellung im Bereich der Geschlechtsorgane (Elephantiasis genitoanorectalis). Eine operative Behandlung der Fisteln ist möglich.

 

M

Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)
Bildgebendes Verfahren, das sich elektromagnetischer Schwingungen von Gewebebestandteilen in einem künstlich erzeugten Magnetfeld bedient. Durch eine hohe Auflösung können Schichtungen dargestellt und ganz genaue Schnittbilder angefertigt werden. Für Patienten mit Herzschrittmachern ist dieses Verfahren ungeeignet. Durch eine verlängerte Untersuchungsdauer ist diese Methode für Menschen mit Ängsten oder herabgesetztem Allgemeinzustand weniger geeignet. Vorteil: Keine Strahlung.


Malignom
Bösartige Geschwulst, Krebs.


Metastase
Durch Ausstreuung von Zellen eines Malignoms an einer anderen Stelle des Körpers entstandene Krebsansiedlung. Metastasen werden auch Tochtergeschwülste genannt.


Mikrochirurgie
stark expandierendes Teilgebiet der Chirurgie vieler medizinischer Teilbereiche von A wie Angiologie bis Z wie zentrales Nervensystem. Unter Verwendung spezieller optischer Hilfsmittel wie Lupenbrille, Operationsmikroskop und Stereomikroskop und des Mikromanipulator (Reproduktionsmedizin) - eines mit feinsten Instrumenten ausgestattetem Mikroskopzusatzgerät für mechanische Eingriffe am Untersuchungspräparat bei sehr starker Vergrößerung - können unter Verwendung spezieller Instrumente u. Nahtmaterials feinste anatomische Strukturen bearbeitet werden.


Miktion
Natürliche Harnentleerung der Blase.


Miktionsstörungen
Störungen bei der natürlichen Entleerung der Blase z.B. durch Vergrößerung der Prostata.


Miktionszystourethrographie
(röntg.) Kontrastdarstellung der Harnröhre und Harnblase während des Wasserlassens.


Mittelstrahlurin
Um die Verunreinigung des spontan gelassenen Urins zu vermeiden wird für die Urinuntersuchung der so genannte Mittelstrahlurin verwendet. Eine gründliche Reinigung der Harnröhrenöffnung und ihrer Umgebung ist vor dem Wasserlassen durchzuführen.

Vorgehensweise bei Männern: Zurückstreifen der Vorhaut über die Eichel. Säubern der Harnröhrenöffnung mit einem Desinfektionsmittel. Ablassen einer kleinen Urinmenge in die Toilette. Harnstrahl stoppen. Urin für die Untersuchung in den Sammelbehälter ablassen. Harnstrahl stoppen. Dann den restlichen Urin in die Toilette entleeren. Den Sammelbehälter zur Untersuchung bringen.

Vorgehensweise bei Frauen: Durch die unmittelbare Nähe der Harnröhrenöffnung zur Scheide und den Schamlippen gestaltet sich die saubere Gewinnung eines Mittelstrahlurins wesentlich schwieriger.

Ausgiebige Reinigung der äußeren Geschlechtsteile. Gründliches Waschen der Hände und Abtrocknen möglichst mit einem Einmalhandtuch. Spreizen der Schamlippen mit der einen Hand und zwar so lange bis die Gewinnung des Mittelstrahlurins abgeschlossen ist. Reinigung der Harnröhrenöffnung mit einem bereitliegenden Reinigungsmaterial (z. B. Tupfer) von vorne nach hinten. Ablassen des ersten Urins in die Toilette. Harnstrahl stoppen. Auffangen des zweiten Urinstrahls in einem Sammelbehälter. Entleerung des restlichen Urins aus der Harnblase in die Toilette. Den Sammelbehälter zur Untersuchung bringen.

 

N

Nachbehandlung
Wenn während der Operation festgestellt wird, daß der Krebs sich bereits auf die benachbarten Lymphknoten ausgedehnt hat, wird eine Nachbehandlung notwendig. Das Wachstum des Krebses kann dann durch ein LHRH-Analogon oder durch eine Orchiektomie gehemmt werden.


Narkose
Örtliche, Teilnarkose oder Vollnarkose. Durch Zufuhr von Betäubungsmitteln wird je nach Art des Eingriffs eine Schmerz- und/oder Bewusstseinsausschaltung erreicht.


Nebenhoden
Der Nebenhoden sitzt dem Hoden C-förmig auf. Der Nebenhodenkopf steht über zahlreiche Kanälchen (Tubuli) mit dem Hoden fest in Verbindung. Der Nebenhoden geht letztendlich in den Samenleiter über.


Nephropathie

Oberbegriff für die Erkrankung der Niere.


Nierenbeckenentzündung
Die Harnwege reichen von den Nieren über die Blase bis hin zu deren Ausgang, der Harnröhre. Normalerweise sind sowohl die Wege als auch der ausgeschiedene Urin keimfrei. Wenn sich Bakterien in den Harnwegen befinden, nennt man das Harnwegsinfekt. Dieser kann sehr unterschiedlich schwer verlaufen, von bedrohlichen Nierenentzündungen über einen Bakteriennachweis ohne Symptome. Aus anatomischen Gründen haben kleine Kinder und Frauen am häufigsten Harnwegsinfekte. Bei Männern steigt das Risiko einer Infektion mit dem Alter.


Nierenfunktion
• Die Nieren sind das Kontrollorgan der Körpeflüssigkeiten.
• Sie sorgen für eine konstante Zusammensetzung und ein gleichbleibendes Flüssigkeitsvolumen im Körper.
• 25% der gesamten Durchblutung laufen über die Nieren, das entspricht 1800 l Blut täglich.
• Dabei werden etwa 180 l Ultrafiltrat gebildet, gut 99% davon werden wieder in den Körper aufgenommen.
• Für den Körper wertvolle Stoffe werden „gerettet“ und unverwertbare oder giftige Stoffwechselprodukte werden mit dem Urin ausgeschieden.
• Die Ausscheidung von Wasser und Mineralien orientiert sich am Bedarf des Körpers.
• Zusätzlich werden in der Niere wichtige Hormone produziert und/oder aktiviert und gelangen von dort in den Körper (z.B zur Blutdruckregulation und Bildung des roten Blutfarbstoffes, Hämoglobin).
• Die Harnleiter sind lediglich “Rohre”, die den Abfluß des Urins von den Nieren in die Blase ermöglichen


Nierengriess
siehe Harngriess

Niereninsuffizienz
Als Niereninsuffizienz bezeichnet man die akute oder chronische Abnahme der Nierenfunktion. Als Maß für die Nierenfunktion gilt die glomeruläre Filtrationsrate (GFR).


Nierenkolik
Wellenförmig verlaufendes Schmerzereignis im Bereich der Nieren, bedingt durch eine akut einsetzende Abflußbehinderung des Harnes aus aus der Niere. Häufigste Ursache ist ein Stein, der den Harnleiter (Verbindung zwischen Niere und Blase) passiert. Aber auch Infektionen, Blutungen oder Tumore können Koliken auslösen. Die Kolik ist häufig begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Darmverstopfung. Tritt Fieber hinzu, droht eine Urosepsis; eine lebensbedrohliche Komplikation, die einer sofortigen Behandlung bedarf.


Nierensteine
Harnsteine können im gesamten Harntrakt vorkommen, in der Niere (Nierensteine), dem Harnleiter, der Blase und in der Harnröhre. Das Material, aus dem sie bestehen, ist unterschiedlich, doch in den meisten Harnsteinen ist Kalzium enthalten.

Rund fünf Prozent der Bevölkerung haben Harnsteine, die aber nicht immer Beschwerden verursachen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr liegt das grösste Erkrankungsrisiko. Wer Harnwegsinfekte hat, hat auch häufiger Steine und umgekehrt! Es gibt verschiedene Ursachen für die Bildung von Harnsteinen: Viele Menschen trinken zu wenig, durch die zu hohe Konzentration des Urins bilden sich Ablagerungen in Form von Steinen. Auch wenn der Harn nicht richtig abfließt, können sich zum Beispiel in der Harnblase Steine bilden. Der Säuregehalt des Urins spielt bei der Bildung von Steinen ebenfalls eine wichtige Rolle.


Normospermie
Normale Anzahl und Funktion der männlichen Samenfäden im Ejakulat.


Nykturie
Häufiges nächtliches Wasserlassen.

 

O

Obstruktion
Verstopfung, Verlegung, Verbauung von Hohlorganen des
•    infravesikale : unterhalb der Harnblase gelegener Verschluß
•    subvesikale : unterhalb, nahe bei der Harnblase gelegener Verschluß


Oligo(zoo)spermie
Vermindert Zahl von Samenfäden im Ejakulat (unter 50 Mio./ml).


Onkologie
Lehre von den Geschwulstkrankheiten. Als Onkologie bezeichnet man die Wissenschaft, die sich mit Krebs befasst. Im engeren Sinne ist Onkologie der Zweig der Medizin, der sich der Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von malignen Erkrankungen widmet.


Orchiektomie
Operative Entfernung des hormonproduzierenden Hodengewebes, Kastration.


Orchiektomie, supkapsuläre
Operative Ausschälung der Hoden, wobei im Gegensatz zur Orchiektomie die Hodenhüllen, die Nebenhoden sowie die Samenstränge erhalten bleiben. Behandlungsverfahren zur Hormonentzugsbehandlung, z.B. bei fortgeschrittenen Prostatakarzinom.


Orchis
lat. Begriff für den Hoden

 

P

palliativ
Beschwerden lindernde Therapie (Schmerztherapie, Behandlung von Krankheitszeichen) bei Patienten mit unheilbaren Erkrankungen.


Papillomavirus-Infektionen
Feigwarzen werden durch sog. Papillomaviren verursacht. Sie machen sich bemerkbar als Warzen (in fortgeschrittenen Fällen auch in Form blumenkohlähnlicher Gebilde) am Glied, an oder in der Scheide, am Anus oder im Darmausgang. Es gibt viele verschiedene Arten solcher Papillomaviren, von denen nicht alle sexuell übertragbar werden oder Warzen verursachen. Einige Arten infizieren die Schleimhäute im Genitalbereich und können , ohne sich zuvor durch eine Warzenbildung bemerkbar gemacht zu haben, nach länger dauernder Infektion Krebs auslösen. Der Gebärmutterhalskrebs bei der Frau, sowie vermutlich auch ein erheblicher Teil der Scheiden-, Penis- und Analkarzinome sind Folge solcher Infektionen. Etwa jede 5. Frau im sexuell aktiven Alter ist mit genitalen Papillomaviren infiziert, etwa jede 15. mit Papillomavirustypen, die Krebs verursachen können. Die Zahl der männlichen Virusträger ist nicht bekannt. Besondere Probleme stellen die Warzen bei unkontrolliertem Wachstum dar; zum Beispiel wenn die Körperabwehr durch eine andere Erkrankung geschwächt ist. Große Warzen im Geburtskanal können den Geburtsverlauf beeinträchtigen. Im Enddarm können sie Schmerzen beim Stuhlgang verursachen. Einige Virustypen können nach längerdauernder Infektion Gebärmutterhals-Krebs bei Frauen verursachen. Hauptsächlich durch ungeschützten Sexualverkehr steckt man sich an. Kondome schützen, wenn sie den Kontakt mit krankheitsbedingten Hautveränderungen oder erregerhaltigen Körperflüssigkeiten verhindern. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht. Außer örtlicher chemischer Behandlung kommt die operative Entfernung in Frage. Es treten häufig Rückfälle auf, daher sind Kontrollen über längere Zeit unerläßlich.


Paraphimose
Abschnürung des männlichen Gliedes (Penis) mit akuter Schwellung der Eichel durch behinderten Blutrückfluss. Ursache zumeist eine enge Vorhaut, die hinter die Eichel gerutscht ist und anschwillt (deshalb auch "Spanischer Kragen" genannt). Zumeist muss der Arzt aufgesucht werden, da die Stauung und Schmerzen zunehmen und der Betroffene selbst den Zustand nicht verändern kann. Die Paraphimose gehört zu den urologischen Notfällen und bedarf einer sofortigen Behandlung. Vgl. hierzu  Phimose, hier liegt die Enge der Vorhaut vor der Eichel.


PCNL = Perkutane Nephrolithoapaxie
Über die Flanke wird durch einen angelegten Kanal ein Nierenspiegel (Nephroskop) in die Niere eingeführt. Die Nierensteine können dann mit einer Fasszange herausgezogen oder unter Direktsicht mittels Ultraschall zertrümmert und anschließend entfernt werden.


Penektomie, partielle oder totale
Teilweise oder vollständige operative Entfernung des männlichen Gliedes. z.B. bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom.


Penisdeviation
Eine (angeborene) Penisdeviation, auch Penisverkrümmung, ist eine Deformation des Penis unterschiedlichsten Ausmaßes.


Phimose

Die Phimose oder Vorhautverengung ist eine Verengung der Öffnung der Vorhaut des Penis. Dadurch lässt sich die Vorhaut nicht oder nur mit Schmerzen hinter die Eichel zurückziehen.


Phosphatase, alkalische

Enzym (Eiweißmoleküle), dessen Wert z. B. bei Knochenmetastasen erhöht ist.


Pollakisurie
Drang zum häufig Wasserlassen ohne vermehrte Ausscheidung z.B. bei Prostataerkrankungen.


Polyurie
Krankhaft-übermäßige Harnausscheidung.


Potenzstörung
Unter Potenzstörungen werden sehr unterschiedliche Probleme zusammengefasst. Der Geschlechtstrieb (Libido), die Ejakulation (Samenerguss) und die Fähigkeit, einen Orgasmus zu bekommen, können betroffen sein. überwiegend haben die Männer mit Potenzstörungen jedoch eine Erektionsschwäche. Meist sind diese Beschwerden organisch bedingt. Doch auch psychische Faktoren stören häufig die Fähigkeit zum Geschlechtsverkehr. Mit dem Alter nimmt die Häufigkeit der Impotenz zu.

Zu den organischen Gründen für eine Potenzstörung gehören:
•    Medikamente (z.B. Beruhigungsmittel, blutdrucksenkende Mittel )
•    Nikotin- und Alkoholmissbrauch
•    Hormonstörungen
•    Bandscheibenerkrankungen
•    Zuckerkrankheit Durchblutungsstörungen
•    Erkrankungen des Nervensystems
•    Leberkrankheiten
Psychische Faktoren sind:
•    Leistungsdruck
•    Stress und Müdigkeit
•    Konflikte in der Partnerschaft
•    Depressionen


Pouch
Ein aus Dünn- und /oder Dickdarm gebildetes Reservoir für Urin oder Stuhl, durch das entweder ein kontinentes Stoma oder die natürliche Kontinenz erhalten bleiben kann.


Priapismus
Schmerzhafte Dauererektion des männlichen Gliedes, dabei ohne sexuelle Empfindung. Kann Stunden bis Wochen anhalten. Mögliche Ursachen können Erkrankungen des Blutgefäßsystems und des Blutes wie Leukämie oder Sichelzellanämie sein. Auch Stoffwechselerkrankungen wie die Zuckerkrankheit oder Gicht, Krebstumore, eine Schädigung des Nervensystems, insbesondere des Rückenmarks können bei der Entstehung des Priapismus eine Rolle spielen. Auch ist eine Auslösung durch Medikamenteneinnahme, Alkohol- und Drogenmissbrauch möglich. Betroffen sind die Schwellkörper des Penisschaftes. Hier ist deren Blutzirkulation gestört. Behandlung erfolgt durch Versuch der Schmerzlinderung und Behebung des gestörtes Blutflusses. Rechtzeitiges Eingreifen durch den Urologen ist erforderlich, um eine drohende Impotenz zu vermeiden. Der Priapismus gehört zu den Urologischen Notfällen.


Primärtumor
Die zuerst entstandene Geschwulstbildung, von der Absiedelungen (siehe Metastase) ausgehen können.


Proktoskopie
Die Proktoskopie ist eine Untersuchungsmethode bei der eine Spiegelung des Enddarms durchgeführt wird. Sie wird beispielsweise eingesetzt, um eine Hämorrhoiden-Erkrankung zu diagnostizieren.


Proliferation
Vermehrung von Gewebe durch Wucherung


Prostaglandine
Sammelbegriff für zahlreiche natürliche und künstlich hergestellte hormonähnliche Substanzen, die in der Samenflüssigkeit und den Keimdrüsen nachgewiesen wurden. Eine Untergruppe, das Prostaglandin E1 wird zur Behandlung von Erektionsstörungen angewandt. (s. SKAT-Technik).


Prostata
Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist ein etwa kastaniengroßes Organ, das direkt unter der Harnblase liegt. Sie umschließt ringförmig die Harnröhre. Sie besteht aus vielen Einzeldrüsen, deren Ausführungsgänge in die Harnröhre münden. Die Samenblasen liegen am Blasenboden und über der Prostata. Sie verbinden sich mit dem jeweiligen Samenleiter und bilden so die Samenspritzkanälchen, welche auf dem Samenhügel in der prostatischen Harnröhre münden.Die Vorsteherdrüse gehört, genau wie Hoden, Nebenhoden und Samenleiter, zu den Geschlechtsorganen des Mannes.
• Der größte Teil des Ejakulates kommt aus der Prostata und den Samenblasen?
• Es werden der Samenflüssigkeit Stoffe zugeführt, die für die Überlebensfähigkeit im sauren Scheidenmilieu, die Ernährung und die Penetrationsfähigkeit der Spermien nötig sind


Prostataadenom
Vergrößerung der Prostata durch Vermehrung der Zellen.


Prostatahyperplasie
Siehe Prostatavergrößerung


Prostatakarzinome
Prostatakrebs (Prostatakarzinom, PCA) ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes.


Prostatakrebs
Der bösartige Tumor der Prostata (Vorsteherdrüse) ist einer der häufigsten Krebsarten bei Männern über 50 Jahre. Die Häufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Die Ursache ist unbekannt, es scheint eine Hormonabhängigkeit zu bestehen, aber auch Einflüsse der Ernährung (tierische Fette, Fleischkonsum etc.) scheinen einen Einfluß zu haben. Die familiäre Häufung des Prostatatumores deuten auf eine genetische Ursache hin. Der Prostatakrebs wachst im Allgemeinen sehr langsam und muß zunächst keine Symptome verursachen. Bei zunehmender Größe des Tumors stellen sich Beschwerden beim Wasserlassen ein: erschwertes oder häufiges Wasserlassen, schwacher oder unterbrochener Harnstrahl, die Blase kann nicht vollständig entleert werden. Ist der Krebs bereits in die Knochen gestreut, können Knochenschmerzen auftreten. Die rechtzeitige Entdeckung des Prostatakrebses ist heute möglich durch die rektale Untersuchung sowie durch die Bestimmung eines Blutwertes (Prostataspezifisches Antigen PSA)


Prostataspezifisches Antigen (PSA)
Als sehr effizientes und einziges nicht-invasives diagnostisches Verfahren in der Erkennung des Prostatakrebses hat sich in den letzten Jahren der PSA-Test erwiesen. Diese Laboruntersuchung ist dem Tastverfahren und der Ultraschalluntersuchung eindeutig überlegen, denn sie ist in der Lage, schon in einem mikroskopisch kleinen und deshalb noch nicht sicht- oder tastbaren aber heilbaren Stadium auf mögliche bösartige Veränderungen der Vorsteherdrüse hinzuweisen. Das prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein im Blut messbarer Eiweißstoff, den sowohl normale als auch bösartige Prostatazellen ausscheiden. Bei Vorliegen entzündlicher, aber auch tumoröser Veränderungen steigt die PSA-Konzentration im Blut an. Der PSA-Wert kann somit auf eine abklärungsbedürftige Veränderung der Vorsteherdrüse hinweisen und Anlaß für eine Biopsie sein. Da mit steigendem Lebensalter des Mannes der PSA-Wert im Blut zu höheren Werten tendiert, auch wenn die Prostata nicht krebsbefallen ist, gibt es keine absolute Grenze für den PSA-Wert. Es gilt daher die Regel: Je höher der Wert, desto wahrscheinlicher ist eine tumoröse Veränderung.


Prostatavergrößerung
Die gutartige Vergrößerung der Prostata (Vorsteherdrüse) verursacht unterschiedliche starke Beschwerden beim Urinlassen. Die normale Prostata ist etwa kastaniengroß und umschließt den Anfang der männlichen Harnröhre. Bei rund der Hälfte aller Männer über 50 Jahre entwickelt sich eine Vergrößerung der Drüse, die als Prostata-Adenom oder Prostatahyperplasie bezeichnet wird. Die Ursache der Vergrößerung ist nicht geklärt, möglicherweise entsteht sie durch altersbedingte Verschiebungen des hormonellen Gleichgewichts. Durch die Vergrößerung der Prostata ist die Blasenentleerung erschwert. Die dadurch verursachten Beschwerden sind zunächst häufiger Harndrang der oft auch nachts auftritt sowie ein abgeschwächter und verdünnter Harnstrahl.


Prostatektomie

Bei frühzeitiger Erkennung eines Prostatakarzinoms durch eine Tastuntersuchung der Prostata, Ultraschalluntersuchung, Blutuntersuchung, Gewebeentnahme (Biopsie) etc. ist eine Operation, die sogenannte radikale Prostatektomie, zur Heilung möglich. Bei dieser Operation wird die Prostata - und somit auch der Krebs - vollständig (radikal) entfernt. Vorher werden unter gewissen Umständen zusätzlich auch ein Teil der umgebenden Lymphknoten entfernt und auf das Vorhandensein von Krebszellen untersucht (sog. staging-Lymphadenektomie). Dies geschieht dann, wenn nicht präoperativ sicher anhand der vorliegenden Befunde gesagt werden kann, ob eine Entfernung der Prostata auch mit einer Heilung von der Tumorerkrankung möglich ist. Nach Entfernung der Prostata wird die Harnröhre wieder mit der Blase vernäht, so dass das Wasserlassen normal erfolgen kann. Allerdings kann es nach der Operation mitunter (meist nur vorübergehend) zu einem unwillkürlichen Harnverlust kommen. Je nach Tumorausdehnung in der Prostata muss nach der Operation mit einer Erektionsschwäche gerechnet werden.


PSA-prostataspezifische Antigen
Die Prostata gibt bei Krebsbefall bestimmte Stoffe, sogenannte Tumormarker wie das prostataspezifische Antigen PSA, vermehrt in das Blut ab. Durch die Laboruntersuchung einer kleinen Blutmenge kann PSA nachgewiesen werden. So kann mit Hilfe der PSA nicht nur ein Krebs diagnostiziert, sondern auch sein Verlauf sowie sein Ansprechen auf eine Therapie beurteilt werden.


Pyelographie, intravenöse
Durchleuchtungsdarstellung (Röntgenkontrastdarstellung) von Nierenbecken, Nieren, Harnleiter und Blase nach Einspritzen eines jodhaltigen Röntgenkontrastmittels durch die Vene. Die Ausscheidung erfolgt innerhalb von Minuten durch die Nieren, die Harnwege füllen sich und können gut sichtbar auf dem Röntgenbild dargestellt werden


Pyelonephritis
Nierenbeckenentzündung

 

Q

 

R

Radiozystitis
Strahlenschäden der Harnblase.


Reflux
Rückfluß - vesikorenaler: Rückfluß von Harnblase in Niere


Rektale Palpation
Die rektale Palpation stellt eine Tastuntersuchung der Prostata (Vorsteherdrüse) und des Enddarms (Rektum) von innen dar. Das Abtasten der Prostata über den Enddarm gibt Auskunft über die Größe und eine etwaige Schmerzempfindlichkeit des Organs, über seine Oberflächenstruktur und die Beschaffenheit seines Gewebes. Geschwülste in der Darmwand deckt die rektale Palpation gleichfalls auf. Die Zuverlässigkeit im Ergebnis dieser Tastuntersuchung ist zwangsläufig abhängig von der Erfahrung des behandelnden Arztes im Umgang mit dieser Untersuchungsmethode.


Rektale Untersuchung
Tastuntersuchung (Palpation) der Prostata vom Enddarm (Rektum) aus.


Resektion
Entfernung krankhafter Organteile durch einen operativen Eingriff


Rezidiv
Wiederauftreten einer Krankheit, so genannter "Rückfall"


Restharn
Nach dem Wasserlassen in der Harnblase verbliebene Harnmenge. Ursachen für die unvollständige Entleerung der Harnblase kann eine Verengung der Harnröhre und insbesondere bei Männern eine gutartige Vergrößerung (Adenom) der Vorsteherdrüse (Prostata) sein.

 

S

Samenleiter,Samenstrang
Der Samenleiter verläuft durch den Leistenkanal in die Bauchhöhle. Dort wendet er sich in das Becken, wo er über den Harnleiter hinwegzieht, und sich mit der jeweiligen Samenblase vereinigt. Begleitet wird er von Gefäßen, Nerven und Muskelfasern (Samenstrang, Funiculus spermaticus).


Schlingenextraktion
Entfernung von Harnsteinen über die Harnröhre unter Kontrolle mit einem Spiegelgerät (Endoskop) mit entsprechend geformten Schlingen oder Zangen. Anwendung bei allen Steinarten möglich. Früher häufig angewandte Methode, die heute durch die URS ersetzt wird.


Schwellkörper-Auto-Injektions-Therapie (SKAT)
Behandlungsverfahren zur Therapie von Erektionsstörungen durch Injektion gefäßaktiver Substanzen (z.B. Papaverin) in die Schwellkörper.


Seeds
(engl. Samenkörner) – radioisotopenhaltige Körner oder Nadeln, die bei innerer Bestrahlungsbehandlung (z.B. Brachytherapie der Prostata) zum Einsatz kommen


Semikastration
Operative Entfernung eines Hodens beim Mann (z.B. bei Hodentumor) oder eines Eierstockes bei der Frau.


Seminom
Bösartiger Hodentumor, häufigster maligner Tumor bei jüngeren Männern.


Sonographie
Ultraschalluntersuchung. Mit der Ultraschalluntersuchung der Prostata lassen sich die Größe der Vorsteherdrüse ausmessen sowie Unregelmäßigkeiten erkennen. Ggf. können mit einer Sonde vom After her Dichte- Unterschiede im Gewebe festgestellt werden, die auf verschiedene Erkrankungen hinweisen.


Spanischer Kragen
siehe Paraphimose


Spasmolytika
Arzneimittel, die die Verkrampfung glatter Muskulatur lösen.


Spermatozele
bezeichnet man eine vom Nebenhoden (seltener vom Samenstrang) ausgehende Retentionszyste, d.h. eine durch eine Abflussbehinderung gebildete zystische Aufweitung, die mit eiweißreicher und spermienhaltiger Flüssigkeit gefüllt ist. In der Regel ist die Spermatozele am oberen Hodenpol lokalisiert und kann zu Beginn von außen als stecknadelkopfgroßes Knötchen getastet werden. Unbehandelt kann sie über Jahre auf Grapefruit-Größe oder mehr anwachsen.


Spermiogramm
Summe der Befunde bei Untersuchung des Ejakulats, insbes. Anzahl, Beweglichkeit und Strukturaufbau der Spermien.


Sphinkter
Schließmuskel Tethered cord : motorische und sensible Störungen im Bereich der unteren Extremitäten, von Blase und Rektum.


Spitzenkondylome (Condylomata accuminata)
Feigwarzen werden durch sog. Papillomaviren verursacht. Sie machen sich bemerkbar als Warzen (in fortgeschrittenen Fällen auch in Form blumenkohlähnlicher Gebilde) am Glied, an oder in der Scheide, am Anus oder im Darmausgang. Es gibt viele verschiedene Arten solcher Papillomaviren, von denen nicht alle sexuell übertragbar werden oder Warzen verursachen. Einige Arten infizieren die Schleimhäute im Genitalbereich und können , ohne sich zuvor durch eine Warzenbildung bemerkbar gemacht zu haben, nach länger dauernder Infektion Krebs auslösen. Der Gebärmutterhalskrebs bei der Frau, sowie vermutlich auch ein erheblicher Teil der Scheiden-, Penis- und Analkarzinome sind Folge solcher Infektionen. Etwa jede 5. Frau im sexuell aktiven Alter ist mit genitalen Papillomaviren infiziert, etwa jede 15. mit Papillomavirustypen, die Krebs verursachen können. Die Zahl der männlichen Virusträger ist nicht bekannt. Besondere Probleme stellen die Warzen bei unkontrolliertem Wachstum dar; zum Beispiel wenn die Körperabwehr durch eine andere Erkrankung geschwächt ist. Große Warzen im Geburtskanal können den Geburtsverlauf beeinträchtigen. Im Enddarm können sie Schmerzen beim Stuhlgang verursachen. Einige Virustypen können nach längerdauernder Infektion Gebärmutterhals-Krebs bei Frauen verursachen. Hauptsächlich durch ungeschützten Sexualverkehr steckt man sich an. Kondome schützen, wenn sie den Kontakt mit krankheitsbedingten Hautveränderungen oder erregerhaltigen Körperflüssigkeiten verhindern. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht. Außer örtlicher chemischer Behandlung kommt die operative Entfernung in Frage. Es treten häufig Rückfälle auf, daher sind Kontrollen über längere Zeit unerlässlich.


Sterilisierung des Mannes
Die Vasektomie (richtiger wäre der Begriff Vasoresektion) gilt als die derzeit sicherste, effektivste und einfachste Methode zur Fertilitätskontrolle beim Mann.

Alle bisherigen Versuche, mittels Hormonen oder anderen spermiogenesehemmenden Medikamenten eine wirksame Kontrolle der Männlichen Fertilität zu erlangen (Steroidhormone, LHRH - Analoga, LHRH- Vakzine, Gossypol), sind sowohl aufgrund der beobachteten Nebenwirkungen, ungewisser Sicherheit als auch wegen noch nicht abgeschlossener Forschungen zumindest in den westlichen Industrieländern, wo man von einer Kontrazeption möglichst 100%ige Sicherheit erwartet, inakzeptabel.

Bisher sind etwa 60 Millionen Männer weltweit vasektomiert worden. Grundsätzlich hat sich die Überzeugung durchgesetzt, dass in den ersten Jahren einer Paarbeziehung die Frau die Kontrazeption durchführt und nach Abschluss der Familienplanung der Mann mittels der Vasektomie die Fertilitätskontrolle übernimmt. In den USA machen Vasektomie und Tubenligatur über 40% der zur Geburtenkontrolle angewandten Methoden aus.


Sterilität
Sterilität, Unfruchtbarkeit. Die Sterilität kann beim Mann vielfältige Ursachen haben wie Fehlbildungen der Organe oder Krankheiten der Samenwege. An die Erfragung der Krankheitsvorgeschichte (Anamnese) wird sich die Untersuchung des Körpers und der Geschlechtsorgane anschließen. Die Untersuchung der Samenflüssigkeit sowie Laboruntersuchungen des Blutes tragen wesentlich zur Abklärung der Ursache bei. Eine weitere Untersuchungsmöglichkeit stellt die Gewebeentnahme aus dem Hoden dar.

Bei der Frau kann die Ursache der Unfruchtbarkeit durch eine Erkrankung der Eierstöcke, des Eileiters und der Gebärmutter, auch bei Gebärmutterhalserkrankungen und Erkrankungen der Scheide bedingt sein. Auch die seelische Verfassung der Frau trägt oft zu einer Unfruchtbarkeit bei wie die sexuelle Gefühlskälte (Frigidität).


Stomaanlage
Anlage eines künstlichen Ausgangs zur Harn- oder Stuhlentleerung (in einem Auffangbeutel).


Strahlenfibrose
Eine Vermehrung körpereigenen Bindegewebes als unerwünschte Folge einer Strahlentherapie, die sexuelle Funktionsstörungen zur Folge haben kann, z.B. Erektionsstörungen.


Strahlentherapie
Die Strahlenbehandlung kann ebenfalls ein wirksames Verfahren sein, um das Wachstum des Prostatakrebses zu bremsen. Computergesteuert wird die Vorsteherdrüse bestrahlt. Reizungen des Enddarms mit häufigerem Stuhlgang, Durchfällen und Schmerzen sind meist nur vorübergehend.


Streifen-Schnelltest
Die Teststäbchen aus Kunststoff, die mit verschiedenen Testfeldern versehen sind, werden in den frisch gewonnenen Urin eingetaucht. Für die Urologie sind unter anderem Untersuchungen wie pH-Wert, Zucker, Eiweiß, rote Blutkörperchen von Bedeutung. Aufgrund ihrer einfachen Anwendung und dem schnellen Nachweis von abweichenden Befunden sind sie inzwischen zu einem unentbehrlichen Hilfsmittel geworden. Besonders für die Früherkennung von bestimmten Krankheiten wie die Zuckerkrankheit oder zum Nachweis von Blut im Urin haben sie sich bestens bewährt. Finden sich Verfärbungen auf den Testfeldern, die auf einen krankhaften Zustand hinweisen, schließt sich jedoch in der Regel eine weiterführende Laboruntersuchung an.


Stressinkontinenz
Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven: Der eine Teil wird über das Gehirn gesteuert. Ein grosser unwillkürlicher Anteil wird vom Rückenmark bestimmt. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört werden: So spricht man von der neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung, die die Blasenentleerung kontrollieren. Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel. Von der Drang oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn die Blasenentleerung unwillkürlich erfolgt bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Die Überlauf Inkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überläufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist die eine Prostata-Vergrößerung (Hypertrophie).


Suprapubischer Katheter
Auch Pufi-Katheter, der über die Bauchdecke in die Blase reicht und so den Urin ableitet.


Syphilis (Lues)
Die Syphilis ist eine ernste Erkrankung. Unbehandelt führt sie oft zu chronischen Leiden und Tod. Sie verläuft in drei Stadien. Stadium I: An der Eintrittstelle der Erreger entwickelt sich ca. 3 Wochen nach der Ansteckung ein Knoten oder ein schmerzloses Geschwür, welches von selbst wieder verschwindet. Das bedeutet keine Heilung! Im Stadium II (ca. 8 Wochen bis 2 Jahre nach der Ansteckung) treten Fieber, Lymphknotenschwellungen und Hautausschläge auf. Im Stadium III (mehrere Jahre nach der Ansteckung) wird das Nervensystem, das Herz-Kreislaufsystem und andere Organe befallen, was zu schwerster Krankheit und zum Tod führen kann. In Deutschland liegt die Zahl der Neuinfektionen mit Syphilis derzeit bei ca. 5000 bis 10 000 pro Jahr. Die offenen Geschwüre bilden oft die Eintrittspforte für weitere Infektionen mit Viren (z.B. HIV / Aids) und andere Bakterien. In der Schwangerschaft kann die Syphilis zu schweren Schädigungen des Kindes führen. Die Ansteckung erfolgt meistens durch Geschlechtsverkehr ohne Kondom. Die Syphilis gilt als sehr ansteckend, d.h. sie ist schon durch sehr engen, direkten Körperkontakt z.B. beim Sex ohne Geschlechtsverkehr (z.B. beim Petting) übertragbar, da die Syphilis auch ansteckende Herde außerhalb der Geschlechtsteile entwickeln kann. Kondome beim Sex schützen, allerdings nur bedingt. Die Übertragung durch feuchte Hände, Handtücher usw. ist ebenfalls möglich, dagegen kann man sich durch entsprechende Hygienemaßnahmen (Händewaschen, Verwendung frischgewaschener Handtücher usw.) schützen. Eine Behandlung mit Antibiotika in den frühen Stadien führt zu völliger Heilung. Die Behandlung in späteren Stadien kann zwar eventuell die Erkrankung zum Stillstand bringen, aber schon vorhandene Organschäden nicht mehr rückgängig machen. Während der Therapie ist Sex verboten! Ungefähr zwei Jahre nach der Behandlung sollte eine weitere Nachuntersuchung erfolgen. Wichtig ist die Partnerbehandlung!


Szintigramm/Szintigraphie
Um festzustellen, ob sich Metastasen in Knochen angesiedelt haben, wird eine Knochenszintigraphie durchgeführt. Dazu wird eine markierte Kontrollsubstanz in die Armvene gespritzt und der Körper dann mit einem speziellen Gerät photographiert. Die im entstehenden Bild sichtbaren Ablagerungen der markierten Substanz geben Auskunft darüber, wo sich Knochenmetastasen gebildet haben.

 

T

Testosteron
Männliches Sexualhormon, das in den Hoden gebildet wird. Dadurch, dass der Prostatakrebs meist Testosteronabhängig wächst, kann sein Wachstum durch eine Unterdrückung der Testosteron-Produktion eingeschränkt werden (z. B. durch LHRH-Analoga oder Orchiektomie).


TNM-Klassifikation
Einteilung bösartiger Geschwülste nach ihrer Ausbreitung in Gruppen
T = Tumor
N = Nodi (regionäre Lymphknoten)
M = Fernmetastasen (Tochtergeschwülste)
Den Buchstabenbezeichnungen werden Indexzahlen zugeordnet, die die Ausbreitungsstadien genau bezeichnen. Ein früh erkannter Krebs würde zum Beispiel wie folgt bezeichnet: T1 N0 M0.


Transrektale Ultraschalluntersuchung (TRUS)
Die transrektale Ultralschalluntersuchung (TRUS) erfolgt durch den Enddarm (lat. trans: durch, Rektum: Enddarm). Eine spezielle, etwa fingerdicke Ultraschallsonde wird über den After in den Enddarm eingeführt. Die gewonnenen Bilder geben präzisen Aufschluss über die Größe der Drüse sowie das Vorhandensein von Entzündungsherden, von Steinen oder gelegentlich Geschwüren in der Prostata. Der besondere Nutzen der transrektalen Sonographie liegt gegenwärtig vor allem darin, bei begründetem Verdacht auf Prostatakrebs gezielt eine Gewebeprobe (Biopsie) über den Enddarm zur weiteren Untersuchung zu entnehmen. Beide Verfahren, sowohl die rektale Palpation als auch die TRUS, sind somit sich gegenseitig ergänzende Verfahren auf der Suche nach frühen malignen Veränderungen der Prostata.


transurethral
Endoskopischer Weg durch die Harnröhre in die Blase


Tripper
Die Gonorrhoe (Tripper) und die Lues (Syphilis) gelten als die "klassischen" Geschlechtskrankheiten. Es gibt jedoch weitaus mehr sexuell Übertragbare Krankheiten, wie die Hepatitis B und C, die HIV-Infektion und die Herpes-genitalis-Infektion.

Die beiden klassischen Geschlechtskrankheiten werden durch Bakterien hervorgerufen. Bei der Gonorrhoe (Tripper) handelt es sich um Gonokokken und bei der Lues (Syphilis) um das so genannte Treponema pallidum. Die Ansteckung erfolgt durch Geschlechtsverkehr.

Gonorrhoe: Entzündung der Harnröhre und der inneren Geschlechtsorgane mit eitrigem Ausfluss und Schmerzen beim Wasserlassen. Manchmal können auch Gelenkschmerzen auftreten.

Lues: Zunächst tritt am Ort der Infektion ein nässendes, gerötetes Geschwür auf. Dieses verursacht keine Schmerzen und verschwindet nach einigen Wochen von alleine. Doch die Krankheit ist damit nicht ausgeheilt. Zwei bis drei Monate später macht sie sich wieder bemerkbar. Die Symptome sind vielfältig, von verschiedenen Haut- und Schleimhautveränderungen, Haarausfall bis zur Leberentzündung. Unbehandelt kommt es nach fünf bis 50 Jahren erneut zu einem Aufflammen der Krankheit. Dann sind die Organschäden massiv und das Nervensystem ist meistens schwer betroffen.


Tumeszenz
Vergrößerung des männlichen Gliedes durch die Steigerung des Blutzuflusses und gleichzeitige Drosselung des Blutabflusses in den Schwellkörper.


Tumor
Jede Schwellung bzw. Wucherung von Körpergewebe wird als Tumor bezeichnet. Man unterscheidet zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren.


Tumormarker
Substanzen, deren ,Auftreten oder erhöhte Konzentration auf das Vorhandensein eines (bösartigen) Tumors hinweist (z.B. PSA).


TUNA = Transurethrale Nadelablation der Prostata
Abtragung von Gewebe der Vorsteherdrüse (Prostata) durch Einwirkung von Wärme. Durch die Hitzeentwicklung kommt es zum Schrumpfen des Prostatagewebes.
TUR-P Transurethrale Prostata-Resektion
Eine Operationstechnik, bei der die Prostata durch die Harnröhre hindurch aus ihrer Kapsel herausgeschält und entfernt wird.

 

U

Überlaufblase
Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven: Der eine Teil wird über das Gehirn gesteuert. Ein grosser unwillkürlicher Anteil wird vom Rückenmark bestimmt. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört werden: So spricht man von der neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung, die die Blasenentleerung kontrollieren. Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel. Von der Drang oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn die Blasenentleerung unwillkürlich erfolgt bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Die Überlauf- Inkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überläufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist die eine Prostata- Vergrößerung (Hypertrophie).


Überlaufkontinenz
Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven: Der eine Teil wird über das Gehirn gesteuert. Ein grosser unwillkürlicher Anteil wird vom Rückenmark bestimmt. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört werden: So spricht man von der neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung, die die Blasenentleerung kontrollieren. Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel. Von der Drang oder auch Urgeinkonkürlich erfolgt bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Die Überlauf- Inkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überläufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist die eine Prostata- Vergrößerung (Hypertrophie).


Ulcus molle (weicher Schanker)
Der weiche Schanker ist in der Mitteleuropa selten, aber in tropischen Ländern recht häufig. Die ersten Anzeichen treten 2 bis 6 Tage nach der Ansteckung auf: am Ort der Ansteckung finden sich rötliche Geschwüre, oft mit zackigem Rand. Die Lymphknoten in der Nähe dieser Entzündung können geschwollen und schmerzhaft sein. Frauen sind oft Überträger, d.h. sie haben keine Beschwerden, sind aber ansteckend. Unbehandelt können sich in manchen Fällen sogenannte Fisteln ausbilden, also zusätzliche Gänge im erkrankten Gewebe; zum Beispiel beim Mann ein "Nebenausgang" der Harnröhre zur Eichel. Fast ausschließlich durch Geschlechtsverkehr. Eine indirekte Übertragung (Schmierinfektion) ist möglich. Kondome und normale Körperhygiene schützen. Mit Antibiotika. Wichtig ist die Partnerbehandlung.


Ultraschalluntersuchung
Siehe Sonographie


Ureter
Harnleiter - ektoper : pathologisch veränderte, nach außen geleitete Mündung des Harnleiters.


Ureterorenoskopie

Harnleiterspiegelung


Ureterostomie, kutane
Anlage eines künstlichen Ausgangs des Harnleiters zur Ausleitung des Urins im Bereich der Bauchdecke.


Urethra
Harnröhre: Die männliche Harnröhre ist etwa 20 bis 25 cm lang. Direkt nach der inneren Harnblasenöffnung schließt sich die prostatische Harnröhre an. Sie mißt 3 bis 3,5 cm und hier münden die Samenspritzkanälchen aus den Samenbläschen und der Prostata auf dem Samenspritzhügel. Unterhalb der prostatischen Harnröhre bildet sich der willkürliche Blasenschließmuskel aus (Sphinkter externus), man bezeichnet diesen Abschnitt als membranösen Anteil der Harnröhre. Im Anschluß wird der längste Teil aus der penilen Harnröhre gebildet, welche schließlich in der Fossa navicularis und dem Meatus externus mündet. Die weibliche Hanröhre mißt 2,5 bis 4 cm. Direkt im Anschluß an die innere Harnröhrenöffnung findet sich der willkürliche Blasenschließmuskel. In einem nach oben ziehenden Bogen mündet sie schließlich in der äußeren Harnröhrenmündung.


Urethritis
Harnröhrenentzündung


Urethrocystoskopie
Blasenspiegelung


Urethrotomie
Harnröhrenschlitzung


Urgeinkontinenz
Harninkontinenz nennt man die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Entleerung der Blase funktioniert durch ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven: Der eine Teil wird über das Gehirn gesteuert. Ein grosser unwillkürlicher Anteil wird vom Rückenmark bestimmt. Dieses Zusammenspiel kann an verschiedenen Punkten gestört werden: So spricht man von der neurogenen Blasenentleerungsstörung bei krankhaften Veränderungen der Nervenversorgung, die die Blasenentleerung kontrollieren. Die Stressinkontinenz beschreibt die Blasenschwäche, bedingt durch einen zu schwachen Schließmuskel. Von der Drang oder auch Urgeinkontinenz spricht man, wenn die Blasenentleerung unwillkürlich erfolgt bzw. ein starker Harndrang zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung führt. Die Überlauf- Inkontinenz schließlich entsteht, wenn der Urin durch ein Hindernis hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich "überläuft". Auch eine Schädigung des Nervensystems (durch Diabetes, Alkoholismus) kann zum Überläufen führen. Eine häufige Krankheit, die diese Form der Inkontinenz auslöst, ist die eine Prostata- Vergrößerung (Hypertrophie).


Urin
Der Urin (Harn) besteht hauptsächlich aus Wasser. Im Harn finden sich Inhaltsstoffe wie Harnstoff, Harnsäure, Salze und Säuren. Die gelbe Farbe des Harns kommt vom Gallenfarbstoff (Bilirubin). Brauner oder rötlicher Urin weist auf eine Blutung im Bereich der Nieren oder der ableitenden Harnwege hin (Hämaturie). Bereits wenige rote Blutkörperchen erwecken den Eindruck einer starken Blutung. Befinden sich viele weiße Blutkörperchen im Urin ist die Farbe weißlich oder cremig (Leukozyturie). Dies kann ein Zeichen für eine Entzündung im Bereich der ableitenden Harnwege sein.


Urinkultur
Auf einen Nährboden wird frisch gewonnener Harn aufgebracht und anschließend über 24 Stunden in einem Wärmeschrank bebrütet. So lässt sich feststellen, ob ein Wachstum von Keimen stattgefunden hat. Bei einem Keimwachstum erfolgt die Feststellung und Austestung des Erregers durch den Urologen. Nach Vorliegen des Ergebnisses kann der Patient gezielt mit dem für ihn bestmöglichen Medikament behandelt werden.


Uroflow
Harnflußmessung


Urologie
Die Urologie ist ein Teilgebiet der Medizin. Sie beschäftigt sich mit den harnbildenden und harnableitenden Organen, also von Niere, Harnblase, Harnleiter und Harnröhre. Urologen behandeln zudem auch Krankheiten der Geschlechtsorgane des Mannes, also Hoden, Nebenhoden, Samenleiter, Samenbläschen, Penis, sowie der Prostata und decken damit Bereiche der Andrologie ab.


Urosepsis

Lebensbedrohliche Komplikation einer Infektion der harnableitenden Wege. Urosepsis ist eine Infektionskrankheit mit Bakterien aus dem Urogenitaltrakt. Diese treten von den Harnwegen über in die Blutbahn und verursachen dann die Sepsis, eine Blutvergiftung. Bakterienprodukte, die sogenannten Toxine (bei Gram-positiven Bakterien), oder tote Bakterien (bei Gram-negativen Bakterien) verursachen Schäden an der Gefäßhaut (Endothel) und schlagen die Blutgefäße leck. Auf dem Boden einer Harnabflußstörung bei gleichzeitig bestehendem Harnwegsinfekt kommt es zu Fieber, Schüttelfrost, Krankheitsgefühl und Schmerzen. Die Urosepsis ist durch den Übertritt von Bakterien aus dem Urin in die Blutbahn bedrohlich und führt unbehandelt häufig zum Tode. Die Urosepsis hat oft eine unterliegende Ursache, wie die Prostatahyperplasie oder auch angeborene Abweichungen (bei Kindern). Eine Urosepsis ist nicht ansteckend.


Urostoma
Künstlicher Blasenausgang zur Entleerung des Harns in einen Auffangbeutel.


URS = Ureterorenoskopie (Harnleiterspiegelung)
Über den Weg der Harnröhre wird ein Harnleiterspiegel (Ureteroskop) in den Harnleiter eingeführt. Dort können die Harnsteine unter direkter Sicht an Ort und Stelle mit entsprechenden Geräten zertrümmert und entfernt werden. Eine Zertrümmerung ist nicht in jedem Falle notwendig, so dass nach Größe der Steine die Fasszange auch alleine zum Einsatz kommt.

 

V

Varicocele
• Kinderwunsch und schlechtem Spermiogramm (Infertilität)
• Schlechtem Spermiogramm ohne Kinderwunsch (mögliche Infertilität)
• Großer kindlicher Varikozele
• Kleiner kindlicher Varikozele und kleinerem Hoden
• Schmerzen im Leistenkanal durch eine Hodenkrampfader bedingt


Varikozele testis
Hodenkrampfadern (Varikozele testis): Erweiterung des venösen Abflusses vom Hoden, wobei das venöse Blut beim Pressen in die falsche Richtung, nämlich zum Hoden hin, fließt.


Vasektomie
Die Vasektomie (richtiger wäre der Begriff Vasoresektion) gilt als die derzeit sicherste, effektivste und einfachste Methode zur Fertilitätskontrolle beim Mann.

Alle bisherigen Versuche, mittels Hormonen oder anderen spermiogenesehemmenden Medikamenten eine wirksame Kontrolle der Männlichen Fertilität zu erlangen (Steroidhormone, LHRH - Analoga, LHRH- Vakzine, Gossypol), sind sowohl aufgrund der beobachteten Nebenwirkungen, ungewisser Sicherheit als auch wegen noch nicht abgeschlossener Forschungen zumindest in den westlichen Industrieländern, wo man von einer Kontrazeption möglichst 100%ige Sicherheit erwartet, inakzeptabel.

Bisher sind etwa 60 Millionen Männer weltweit vasektomiert worden. Grundsätzlich hat sich die Überzeugung durchgesetzt, daß in den ersten Jahren einer Paarbeziehung die Frau die Kontrazeption durchführt und nach Abschluß der Familienplanung der Mann mittels der Vasektomie die Fertilitätskontrolle übernimmt. In den USA machen Vasektomie und Tubenligatur über 40% der zur Geburtenkontrolle angewandten Methoden aus.


Vorsteherdrüse
Siehe Prostata

 

W

 

X

 

Y

 

Z

Zystektomie
Teilweise oder vollständige Entfernung der Blase, z.B. beim Blasenkarzinom.


Zystitis
Entzündung der Harnblase.


Zystoskopie
Blasenspiegelung. Durch ein Endoskop (ein dünnes, röhrenförmiges Instrument) wird die Harnblase untersucht, um festzustellen, wie weit die Harnröhre durch die Prostatageschwulst eingeengt ist und ob sich der Krebs bereits auf die Harnblase ausgedehnt hat.


Zytologie
Lehre vom Bau und den Aufgaben der Zelle. Untersuchung von Zellen im Abstrich- oder Entnahmematerial von Körpergewebe bzw. Körperflüssigkeiten unter dem Mikroskop.


Zytostatika
Medikamente, die die Zellteilung verhindern und so das Krebswachstum stören.

FAQ

Hier finden Sie eine Zusammenstellung häufig gestellter Fragen und Antworten zu unseren Themen.

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