Schmerzhafte, lange anhaltende Blasenentzündung

Frage:

Hallo,
ich habe seit einiger Zeit Probleme mit meiner Blase und zwar musste ich im letzten Sommerurlaub 5 Tage lang mit Antibiotika versorgt werden (30.8.-3.9.11), da ich mir wahrscheinlich vom Schwimmen eine Blasenentzündung zugezogen habe. Diese heilte dann eigentlich ganz gut aus. Einen Monat später musste ich bereits wieder Antibiotikum (9 Tage) nehmen, diesmal wg. Nebenhöhlenentzündung. Am 29.11.11, also wieder einen guten Monat später, bekam ich dann aus heiterem Himmel mitten in der Nacht akut Blasenentzündung die sich rasch verschlechterte. Gleich morgens ging ich zum Internisten, der mir dann das Antibiotikum Cotrimoxazol AL forte (5 Tage) verschrieb, da im Urintest Blut und weiße Blutkörperchen waren. Seitdem habe ich Beschwerden. Das akute Brennen beim Wasserlassen ist zwar seit der Einnahme des Antibiotikums weg aber nicht der Druck auf er Blase. Ich verspüre ständig Harndrang. Trinke zwar sehr viel aber manchmal gehe ich wegen voller Blase auf die Toilette, nach dem Entleeren bereits aber verspüre ich sofort wieder den Drang auf Toilette zu müssen. Ich warte dann einige Zeit (halbe Stunde ca.) und gehe wieder auf Toilette. Es kommt auch immer was aber oft von der Menge nicht so viel wie es sich vom Druck her auf der Blase anfühlt. Beim Wasserlassen selber habe ich zwar kein Brennen aber ich spüre die Blase, manchmal ein leichtes Stechen und vor allem nach dem Wasserlassen spüre ich sie ziemlich lange (ein Druck- und Brenngefühl zugleich). Einfach ein unangenehmes Gefühl immer mit der Angst, dass es wieder aktut wird und dann richtig weh tut - seit nun 13 Tagen. Haben Sie evtl. eine Idee was das sein könnte und was mir helfen könnte?
Mit freundlichen Grüßen

 

Antwort verfasst am 14.12.2011:

Sehr geehrte Frau ...,


vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Antwort für Ihren speziellen Fall ist schwierig, da wir nur über die Daten verfügen, die Sie uns in ihrem Mail übermittelt haben und wir natürlich nicht über bildgebende Befunde und auch über keinen Untersuchungsbefund verfügen. Mit den uns zur Verfügung stehenden Unterlagen lässt sich folgendes sagen: 


Bei einer Blasenentzündung handelt es sich meist um eine Infektion der Harnwege mit Bakterien. Die Keime, die meist aus dem eigenen Stuhl stammen, gelangen in der Regel von außen über die Harnröhre in die Blase und führen dort zu einer Entzündung und Reizung der Blasenwand. Eine geschwächte Immunabwehr - eine Erkrankung wie in Ihrem Fall die Nebenhöhlenentzündung - sowie Kälte begünstigen dies.


Die nun von ihnen geschilderten aktuellen Symthome deuten auf eine sogenannte Reizblase hin. Dies kann eine Folge der Blasenentzündung sein;  auch nachdem diese abgeklungen ist, bleibt die Blase überempfindlich. Die hyperaktive Blase wird in der Regel ohne Gabe von Antibiotika behandelt.


Allerdings könnte auch trotzder Einnahme von Cotrimoxazol AL forte  immer noch ein leichter Infekt der Blase oder der Harnröhre vorliegen (resistente Bakterien).


Um einen exakten Befund zu erhalten, sollten sie daher einen urologischen Facharzt aufsuchen.


Freundliche Grüße


Dr. Florian Fuchs

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