Prostata OP mit klassischem Schnitt

Frage:

Bei mir steht laut meinem "Haus"-Urologen demnächst eine Prostata-OP
(Gutartige Verdickung)mit klassischem Schnitt an:
bin 65,PSA-Wert zwischen 4 u. 5,nehme seit Jahren Finasterid, jedoch
schon 4x Harnverhalt in den letzten Jahren gehabt,
-Wie ist denn heute der Stand dieser OP-Methode?
-Wie groß ist heute noch das Risiko bleibender Urinverlust, -Sexualität usw.,
-gibt es auch einen minimal-Bauchschnitt?
-wie lange dauert in der Regel der Krankenhausaufenthalt?
-fast alle Urologen operieren selbst(z.B. als Belegärzte bei ihnen in der Klinik):
-stehen diesen Ärzten auch die kpl. modernen Gerätschaften der Fachabteilung zur Verfügung?
-Kann ich selbst vorbeugend unterstützend etwas vor der OP tun z.B. Beckenboden-Übungen, Gymnastik usw.?

Herzlichen Dank im voraus

 

Antwort verfasst am 21.09.2011:

 


Sehr geehrter Herr ...,


die aktuell häufigste operative Therapieform bei gutartiger Prostatavergrößerung ist die Entfernung des Prostatagewebes mit einem Endoskop (transurethrale Resektion der Prostata, TUR-P). Dieser Eingriff wird über die Harnröhre durchgeführt.


Bei großen Prostata Drüsen ist es allerdings sinnvoller, das Gewebe mittels der offenen Andenomenukleation (OP nach Millin) komplett und effektiv zu entfernen. Hierfür wird zwar ein kleiner Bauchschnitt benötigt, die Ergebnisse der Operation sind aber, bei starker Prostatavergrößerung, meist besser und es werden - auch nach Jahren - keine weiteren Eingriffe notwendig; außerdem wird die Harnröhre geschont - ein nicht unerheblicher Vorteil, kennt man die Leidensgeschichte von manchem Patienten mit Harnröhrenstrikturen. 


Die offene Adenomenukleation ist eine effiziente Operationsmöglichkeit mit geringer Komplikationsrate und dauerhaftem Erfolg.


Ausführliche Informationen hierzu finden Sie auch unter:


http://www.prostatazentrum-nymphenburg.de/gutartige-vergroesserung-der-prostata.php


Sie müssen mit einem Krankenhausaufenthalt von ca. acht Tagen rechnen.


Die mit uns kooperierenden Urologen, sind keine Belegärzte, sondern sogenannte Konsiliarärzte: dh. sie wirken an der Operation aktiv mit (ob als Operateur oder Assistent) werden aber vom Team unserer Abteilung unterstützt und die stationäre Vor- und Nachbehandlung erfolgt durch unsere spezialisierte Abteilung. Selbstverständlich stehen alle personellen und technischen Hilfen zur Verfügung.


Freundliche Grüße


 


Dr. F. Fuchs


 

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