glasig, weisslicher Ausfluss aus dem Glied
Frage:
Sehr geehrte Damen & Herren,
Beschwerden:
seit bereits Anfang November leide ich an einem glasig, weisslichen Ausfluss (evtl. Urin/Sperma) aus dem Glied (eher tropfenweise). Brennen beim Wasserlassen und häufigeres Wasserlassen bestand eher zu Beginn, mittlerweile kaum noch.
Hintergründe:
Ungeschützten GV hatte ich nicht. Freundin ebenfalls negative Abstriche.
Kurzzeitige Schmerzen an der Gliedwurzel durch versehentliche mechanische Stimulation (Vibrator) in zeitlichem Zusammenhang mit Ausfluss.
Starke Rückenbeschwerden seit 2 Jahren mit Muskelverkrampfungen LWS.
Stress & Druck in der Arbeit.
Bei Bruder (ebenfalls LWS Probleme)wurden bei Routineuntersuchung ebenfalls Erys im Urin festgestellt. Hatte nur sehr kurz und leichten Ausfluss. Urologe hat Blasenhypertrophie diagnostiziert und gesagt, dass es häufig bei gestressten Personen vorkommt.
Diagnostik:
Mein Hausarzt hat Erythrozyten im Urin festgestellt, der Abstrich war negativ. Echo der Prostata und Blase schien unauffällig.
Bisherige Therapie:
Cefixim ohne Wirkung
Ciprofloxazin 500 ohne Wirkung.
Fragen:
Kann durch Muskelspasmen extern auf Prostata/Blase Druck ausgeübt werden, der zu dem Ausfluss führt?
Kann die mechanische Stimulation dazu geführt haben, wenn es jetzt immernoch anhält und Ausfluss nicht nach Eiter aussieht?
Haben Sie eine Therapieempfehlung bzw. Empfehlung des weiteren Vorgehens?
Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!
Antwort verfasst am 05.01.2011:
Sehr geehrter Dr. P.,
als Auslöser der von ihnen geschilderten Symtome sind Muskelspasmen oder mechanische Stimulation sehr unwahrscheinlich.
Die Symptomatik ist eigentlich typisch für eine Harnröhrenentzündung mit Chlamydien oder Mykoplasmen - hier greifen auch die genannten Antibiotika nicht, vielmehr müsste eine Therapie mit z.B. Doxycyclin erfolgen.
Zunächst empfehle ich Ihnen jedoch dringend nochmals eine kompetenten Urologen (sh. z.B. Konsiliarärzte auf unserer Internetseite unter Team / Kontakte) aufzusuchen, der eine gründliche Untersuchung durchführen und die richtige Therapie einleiten wird.
Evtl. ist auch eine Therapie der Partnerin notwendig, da die genannten Keime hier weitreichende Folgen - bishin zur Unfruchtbarkeit durch Verklebung der Tuben haben können.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Florian Fuchs
