erbsengroßer Knoten am oberen Hodenpol
Frage:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe folgendes Problem, insofern man das überhaupt Problem nennen kann:
An meinem linken, oberen Hodenpol befindet sich ein erbsengroßer, harter, beweglicher Knoten, der so zwischen Hoden und Nebenhoden liegt. Ich beobachte den Knoten nun seit mehreren Monaten und er hat sich in keinster Art und Weise verändert. Der linke Hoden ist völlig normal, keine Verhärtung, nicht angeschwollen, glatte Oberfläche, etc...Der Nebenhoden hingegen und der Samenleiter, also die "Leitungen", die vom Nebenhoden nach oben abgehen, sind verdickt. Schmerzen oder sonstiges habe ich nicht.
Meine einfache Frage wäre: Klingt das nach Hodenkrebs? Oder eher Spermatozele oder Varikozele?
Auf der rechten Seite kann ich ebenfalls zwei Knoten, wahrscheinlich am Samenleiter, ertasten. Sie sind ebenfalls hart, glatt und beweglich. In diesem Fall sitzen sie allerdings nicht wie links direkt am oberen Hodenpol bzw. Nebenhoden, sondern ein ganzes Stück weiter oben, also quasi 2-3 cm oberhalb des Nebenhodens am Samenleiter.
Auch mein rechter Hoden macht keinerlei Probleme, fühlt sich völlig normal an.
Auch hier die Frage, worum es sich hierbei handeln könnte und ob dies nach Hodenkrebs klingt?
Natürlich weiß ich, dass nur ein fundierter, urologischer Befund Klarheit schaffen kann, aber ich würde mich gerne selbst erst einmal informieren und hoffe dabei auf ihre Hilfe.
Für ein kurzes Feedback wäre ich sehr dankbar.
Antwort verfasst am 13.07.2010:
Guten Tag,
nach Ihrer Schilderung halte ich einen Hodentumor für nahezu ausgeschlossen. Sie sollten aber zur endgültigen Sicherheit unbedingt einen Urologen aufsuchen (z.B. einen unserer Konsiliarärzte, sh. Team). Dort kann mittels Ultraschalluntersuchung auf einfache und schmerzlose Art und Weise ein Hodentumor ausgeschlossen und wahrscheinlich eine Diagnose (z.B. kleine Spermazozelen; Kapselfibrom) gestellt werden; ggf. können solche kleinen, gutartigen Veränderungen am Hoden / Nebenhoden in einem kurzen chirurg. Eingriff entfernt werden. Bitte besprechen Sie auch das mit dem kompetenten Kollegen.
Freundliche Grüße
Dr. F. Fuchs
